Radfahren in Thüringen
Zur Stärkung des touristischen Radverkehrs und des Alltagsradverkehrs in Thüringen sind die Entwicklung, Umsetzung und qualitative Aufwertung des radtouristischen Landesnetzes nötig. Zudem dient die konsequente Umsetzung einer einheitlichen Radverkehrswegweisung der Erhöhung der Sicherheit und Verbesserung der Informationsangebote für Radfahrer. Dafür stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung.
Radverkehrskonzept
Das Radverkehrskonzept 2.0 für den Freistaat Thüringen „Thüringen steigt auf“ ist die Handlungsgrundlage für die Radverkehrspolitik der Landesregierung bis 2030. Gleichzeitig soll es für die Kommunen und andere Akteure Anreiz und Orientierung zum Handeln sein, um den Radverkehr zu fördern und zu stärken. Es legt konkrete Ziele für die Entwicklung des Radverkehrs fest und beinhaltet eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung des Alltagsradverkehrs und des Radtourismus.
Weitere Informationen zum Radverkehr in Thüringen finden Sie hier.
Radverkehrswegweisung
In Thüringen werden in der „Richtlinie zur Radverkehrswegweisung im Freistaat Thüringen“ alle nötigen Anforderungen an die Ausschilderung von Radwegen zusammengefasst. Mit diesen Standards werden folgende Ziele verfolgt:
– Durchsetzung eines bundeseinheitlichen Standards hinsichtlich Inhalt, Gestaltung und Qualität
– Vereinfachung und Standardisierung der Arbeitsabläufe zur Planung und Installation der Radverkehrswegweisung
– Effektive und nachhaltige Gestaltung der Wartung der Radverkehrswegweisung
Informationstafeln
Informationstafeln sind wesentliche Träger des Corporate Design. Bei Ihrer Gestaltung sind die Vorgaben aus der „Gestaltungsrichtlinie zu Markierung und Beschilderung an Wanderwegen sowie Informationstafeln an Rad- und Wanderwegen in Thüringen“ einzuhalten.
Gestaltungsrichtlinie Wander- und Radwege (21.9 MiB)
Mountainbike-Wegweisung
Seit 2025 muss zur Beschilderung von Mountainbikestrecken in ganz Thüringen das aktuell gültige Beschilderungskonzept angewendet werden.
Das Konzept ist bereits mit den zuständigen Ministerien sowie der Landesforstbehörde abgestimmt. Die Genehmigung von Strecken nach dem Verfahren „Forsten und Tourismus“ ist weiterhin erforderlich. Eine Ermächtigung zur Kennzeichnung muss vorher erteilt werden – für den Wald durch die untere Forstbehörde und für das Offenland durch die untere Naturschutzbehörde.
Die Destinationen können die Schilder mit ihrem jeweiligen Logo ausstatten.
Beschilderungskonzept_MTB_Thüringen_offiziell (3.9 MiB)
Neue Strecken und Mountainbike Projekte, welche durch ThüringenForst AöR zu genehmigen sind, können nur bei Nutzung des vorliegenden Beschilderungskonzeptes und nach Abstimmung mit der zuständigen DMO sowie der Thüringer Tourismus GmbH genehmigt werden
Grundsätzliche Richtlinien zur MTB-Beschilderung:
- Die Beschilderung von Rundstrecken dient ausschließlich zur Orientierung (Schilder nur an Startpunkt und Kreuzungspunkten/Abbiegungen)
- Vor Anbringung von Beschilderung durch Kommunen/Landkreise/Vereine/anderen Institutionen ist zwingend ein Genehmigungsprozess zu Anzahl und Standorten der Schilder mit der zuständigen DMO und der Thüringer Tourismus GmbH einzuhalten
- Vor Anbringung der Beschilderung ist das Einverständnis des Eigentümers einzuholen. Darüber hinaus bedarf die Errichtung sonstiger baulicher Anlagen im Wald der Genehmigung der unteren Forstbehörde (§25 Absatz 4 ThürWaldG)
Förderprogramme zum Radverkehr
Zur Umsetzung des Radverkehrskonzeptes und weiterer Förderung von Radwegeinfrastruktur stehen verschiedene Programme in Thüringen zur Verfügung.
Förderübersicht Radverkehr TMDI
Wichtige Ansprechpartner:
Radzählgeräte für Thüringens Tourismuspartner
Um fundierte Einblicke in die Nutzung touristischer Radwege zu gewinnen, bietet die Thüringer Tourismus GmbH seit 2026 allen touristischen Partnern im Freistaat Thüringen den kostenfreien Verleih moderner Radzählgeräte der Firma EcoCounter an.
Zur Verfügung stehen zwei Gerätetypen für unterschiedliche Einsatzbereiche:
Der PyroNano eignet sich besonders für den Einsatz auf geschotterten Wegen sowie an Mountainbike-Strecken mit Pfadanteil. Der Zähler wird unauffällig an einem Pfosten oder Baum platziert und erfasst mittels pyroelektrischer Passiv-Infrarot-Technologie die Anzahl aller Besucher:innen in den Naturräumen. Fußgänger, Jogger, Radfahrer – alle Nutzer:innen werden erfasst. Das Gerät ist unauffällig, kompakt, robust und autark.
Für asphaltierte Radwege wird das bewährte TUBES-Zählgerät angeboten. Ein mobiler Fahrradzähler für kurzfristige Verkehrszählungen. Die TUBES lassen sich leicht installieren und zählen zuverlässig nur Fahrräder, da motorisierte Fahrzeuge erkannt und ausgeblendet werden können. Das System kann die Fahrtrichtung sowie einzelne Radfahrende in Gruppen erfassen. Die gesammelten Daten können mit festen Zählstellen kombiniert werden, um einen besseren Überblick über den Radverkehr in der Region zu erhalten.
Bei Interesse am Verleih oder zur Klärung individueller Einsatzmöglichkeiten wenden Sie sich bitte direkt an den Themenkoordinator für touristische Radwege und Aktivtourismus, Tom Engelhaupt, unter t.engelhaupt@thueringen-entdecken.de