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Tourist Information – Raumlayout und -gestaltung

farbliche Gestaltung einer Tourist-Information mit Prospektauslagen und dem Empfangsbereich.Quelle: ©Jonas Listl, TRIAD Planungsgesellschaft mbH, Thüringen Tourismus GmbH

Wie muss eine Tourist Information heute gestaltet sein, damit Gäste sich wohlfühlen, inspiriert werden – und gerne wiederkommen?

Raumgestaltung ist mehr als Möblierung. Sie schafft Atmosphäre, leitet Blick und Bewegung, macht Angebote sichtbar – und prägt, wie Gäste den Ort erleben. Die aktuelle Studie Future.TI 2024 zeigt:

Tourist Informationen bleiben relevant – wenn sie sich weiterentwickeln.

Gäste wünschen sich heute Räume, die emotional ansprechen, klar strukturiert, funktional und zugleich sinnlich gestaltet sind. Der persönliche Kontakt bleibt dabei im Mittelpunkt – wird aber ergänzt durch digitale Angebote wie KI-gestützte Assistenten oder Info-Points.

Gute Gestaltung erzählt Geschichten: über die Region, ihre Menschen, ihre Besonderheiten. Sie macht Lust auf mehr Reiseziel – und unterstützt gleichzeitig Beratung, Verkauf und Service.

 

Wie wird aus einem funktionalem Ort ein inspirierender Erlebnisraum für Gäste?

Bevor die Gestaltung eines Raumlayouts geplant werden kann, muss das Ziel der Tourist Information definiert werden.

Die Tourist Information entwickelt sich vom klassischen Informationspunkt zum hybriden Begegnungsraum – als Schnittstelle zwischen Mensch, Ort und Technologie.

  • Raum als Begegnungsort, nicht nur Auskunftstelle
  • Gäste wollen mehr als Funktionalität
  • Raum als Verkaufsförderer und Wirtschaftsfaktor
  • Raum für Zielgruppen. Wen sprechen wir an?
  • Markenentwicklung: Die Einzel- und Familienmarken werden in der Tourist Information präsentiert. Dabei soll die Marke von den Gästen, Partnern und Mitarbeitern aktiv wahrgenommen und erlebbar gemacht werden.
  • Destinationsentwicklung: Die Tourist Information dient als Stärkung des regionalen/lokalen Netzwerkes, verbindet die einzelnen Stakeholder und präsentiert sie gebündelt in ihren Räumlichkeiten.
  • Profilierung: Die Tourist Information hebt sich durch ihre einzigartige Raumgestaltung ab und präsentiert dabei inspirativ die einzelnen Orte im Verbund der Familienmarke und der Region.
  • Erlebnisraumvermittlung: Mit Hilfe der Tourist Information werden die Städte und Teilregionen mit einzigartigen und anregenden Erlebnissen, Themen und Aktivitäten verbunden.
  • Produktentwicklung: Die Tourist Information entwickelt neue Produktideen wie Themen-Führungen, Infotage etc.. Zudem entstehen materielle Produkte, die sich von alltäglichen Produkten abheben und ansprechend präsentiert werden sollen.
  • Qualitätsbewusstsein: Zielgruppengerechte Qualitätsmerkmale werden auf die Standorte der Tourist Information und in die Regionen vermittelt.
  • Synergien: Prozesse, Finanzen und personelle Ressourcen werden gebündelt.
  • Erlösorientierung: Es werden neue Finanzierungsquellen erschlossen.

Was erwarten Gäste in einer Tourist Information?

Gäste kommen gezielt, nicht zufällig. Sie sind offen für Neues, wenn es verständlich, funktional und gut gestaltet ist. Ein gutes Raumlayout verankert die Destination im Gedächtnis der Gäste. Der Raum ist identitätsstiftend für Ort und Marke.

Basics sind: Sitzgelegenheiten, Toiletten, Stadtpläne, persönliche Beratung aber das sind „Musst-haves“ sie erzeugen keine Begeisterung.

Was im Raum wirkt, bleibt im Kopf: Erlebnisqualität, emotionale Ansprache, erzählerische Gestaltung und einen klar erkennbaren Regionalbezug prägen den Eindruck bei unseren Gästen.

Digitale Angebote sind dann wirksam, wenn sie nicht im Vordergrund stehen, sondern das Erlebnis sinnvoll unterstützen. Was bleibt, ist nicht die Technologie – sondern das Gefühl, das sie erzeugt.

 

Raumansprüche nach BedeutungQuelle: destinet

Raumpsychologie

Räume wirken – bewusst und unbewusst. Die Future.TI 2024-Studie zeigt:
Wer in eine Tourist Information kommt, entscheidet in den ersten Sekunden, ob er sich willkommen fühlt.

Farben, Licht, Materialien und Möblierung schaffen Atmosphäre. Sie lenken nicht nur Bewegung, sondern auch Aufmerksamkeit und Emotion.

Was bleibt im Kopf, ist nicht die Technik – sondern das Gefühl, das sie auslöst.
Ein gut gestalteter Raum unterstützt:

  • Vertrauen durch Klarheit und Übersichtlichkeit
  • Neugier durch gezielte Überraschungsmomente
  • Interaktion durch offene Zonen und Rückzugsorte
  • Kaufbereitschaft durch verkaufspsychologische Prinzipien (z. B. Produktplatzierung, Lichtführung, Thementische)

Die Psychologie des Raumes wird so zum aktiven Bestandteil der Gastfreundschaft – und ein zentraler Hebel für Erlebnis, Servicequalität und Wertschöpfung.

Barrierefreiheit mitdenken – für alle Gäste erlebbar

Räume wirken nur dann positiv, wenn sie für alle zugänglich sind. Eine barrierearme Gestaltung sorgt nicht nur für Komfort, sondern auch für Teilhabe.
Ob rollstuhlgerechter Zugang, kontrastreiche Orientierung, Informationen in leichter Sprache oder digitale Tools mit barrierefreier Nutzung – eine inklusive Tourist Information ist ein Ort der echten Gastfreundschaft.

Layoutplanung – Räume mit Wirkung gestalten

Eine sinnvolle Layoutplanung ist der erste Schlüssel für eine verkaufspsychologische Optimierung der Räumlichkeiten einer Tourist-Information. Ein gutes Layout ist mehr als ein Möblierungsplan: Es ist der Grundriss für die Begegnung, Beratung, Inszenierung und Verkauf. „Gäste erinnern sich nicht an Grundrisse sondern an Gefühle.“

  • Orientierung geben
    Gäste sollen sich intuitiv zurechtfinden. Sichtachsen, Bodenbeläge oder Lichtführung helfen dabei.
  • Zonen schaffen
    Beratung, Shop, Informationsbereiche, Mitmach-Elemente oder Aufenthaltsbereiche sollten klar strukturiert, aber nicht starr getrennt sein.
  • Interaktionen ermöglichen
    Ob am Counter, digital per QR-Code oder informell in einer Sitzecke – ein gutes Layout lässt Raum für persönliche Gespräche, spontane Fragen oder Begegnungen.
  • Inszenieren statt aufreihen
    Statt langer Regale: Themeninseln, wechselnde Präsentationen, Blickfänger und Produkte mit Geschichte schaffen Atmosphäre und laden zum Verweilen ein.
  • Flexibel bleiben
    Mobile Möbel, modulare Theken und flexible Technikanschlüsse machen deine TI zukunftsfest – auch für Events, Aktionen oder neue Formate.
  • Barrierefreiheit ist Teil jeder guten Raumplanung.
    Wegeführung, Sitzbereiche, Thekenhöhen und Leitsysteme sollten so gestaltet sein, dass sich alle Gäste selbstbestimmt orientieren und beraten lassen können.

Ihre Ansprechpartnerin

Quelle: TTG
Alexandra Rittweger
Thüringer Tourismus GmbH

Innovation & Qualität
Themenkoordination Nachhaltigkeit

Das lerne ich hier: 

  • Welche räumlichen Ausstattungen erwarten Gäste in einer Tourist Information?
  • Welche psychologischen Faktoren sollten bei einer Raumgestaltung beachtet werden?
  • Wie sieht eine optimale Sortimentsgestaltung aus?
  • Welche Kosten und Folgekosten müssen berücksichtigt werden?

Wir bleiben im Dialog:

Lassen Sie uns im Gespräch bleiben.

Mehr als eine Tourist Information

Tourist Informationen sollten daher keine reinen Verkaufs- und Informationsräume sein und vielmehr auf den emotionalen Zusatznutzen und den Erlebniseinkauf abzielen. Somit wird ein Vorteil gegenüber der digitalen Informationsvermittlung geschaffen und die Tourist Information hebt sich vom Internet ab. Ein schönes Beispiel findet sich hier in der Stadtinformation Sondershausen wieder.

Ein weiterer Faktor, den es in diesem Zusammenhang zu beachten gilt, ist der Wettbewerb. Viele Reiseziele bauen ihre TIs zu Erlebniswelten aus, um ihr Profil und ihre Marke, das, was sie von anderen unterscheidet, besonders zu inszenieren. Daher werden schon bald, normale, funktional eingerichtete Tourist Informationen, nicht mehr der Erwartungshaltung der Gäste entsprechen.

Die Tourist Information als physisch betretbarer Raum ist also von zentraler Bedeutung für das Image und die Wahrnehmung des Reiseziels.

  • Schaufenster, die einen Einblick in die Atmosphäre ermöglichen und ansprechend gestaltet sind
  • Abbau von Hemmschwellen z.B. möglichst keine intransparenten Türen und Fenster, keine Treppen oder abweisende Fassaden
  • Digitale Infostellen die trotz geschlossener TI informieren
  • Beachtung der Barrierefreiheit um und auch in den Räumlichkeiten
  • Platzierung des Counters möglichst am Ende eines Raumes/Bereiches (der Grad der Interaktivität und des persönlichen Austausches mit den Mitarbeitenden steigt, je tiefer der Gast in einen Raum geht)
  • Animieren der Gäste zur gesamten Raumdurchquerung mittels zahlreicher Tipps, Inspirationen und Produkte
  • Bereitstellen eines nach Qualitätskriterien gefiltertes Prospektangebot in übersichtlicher Anordnung
  • Klare Gliederung und Beschriftung der Regalaufteilungen
  • Erlebbarkeit der Räumlichkeiten mindestens in Englischer Sprache
  • Angebotene Prospekte nach Möglichkeit in weiteren Sprachen
  • Gestaltung eines individuellen Designs, mit Berücksichtigung der Gästemotive, der lokalen und regionalen Identität sowie der Markenwerte
  • Erschaffen einer regionaltypischen klischeefreien Atmosphäre und Interpretation der eigenen Tradition auf moderne Art und Weise
  • Anpassung der Gestaltung und des Sortiments der Verkaufsprodukte an die jeweilige Saison oder Veranstaltung
  • Schaffen einer multisensualen Gestaltung und Vermittlung mittels visueller und haptischer Reize
  • Ein räumlich angepasstes Lichtkonzept
  • Die Beduftung des Raumes z.B. mit Waldaromen im Umfeld einer Themeninsel Wandern
  • Präsentation von Verkaufsartikeln offen und zum Anfassen als haptisches Erlebnis
  • Nutzung von signalstarken Stimmungselementen, Bildern, Gesichtern und Frontalpräsentationen von Leitprodukten
  • Screens, interaktive Stationen oder digitale Vermittlungsinstrumente wie Augumented Reality*¹ oder Virtual Reality*²
  • Landschafts- oder Stadtmodelle, die mit digitalen Anwendungen kombiniert sind

AR*¹ = Augumented Reality „eine Erweiterung der Realität“ also echte Realität wird um virtuelle Elemente ergänzt z.B. das Spiel Pokémon Go  oder 360 Grad Videos, z.B. der Room AG aus Jena

VR*² = Virtual Reality, was auf Deutsch virtuelle Realität bedeutet, ist eine computergenerierte Wirklichkeit mit Bild und oft auch Ton “ z.B. VR Brille oder ein Datenhandschuh

  • Werbung bei vorhandener App für das Reiseziel in der Tourist Information
  • Anwendung dieser App  z.B. durch Augmented Reality, QR-Codes oder durch digitale Schnittstellen zwischen Vermittlung im Raum und der App
  • Regelmäßige Wartung aller technischen Angebote
  • Überprüfung der Aktualität der Technik und wenn nötig mit anschließender Überarbeitung

Gut gewählte, sorgfältige Sortimentsgestaltung im Shop

Überraschen Sie Ihre Gäste mit der Möglichkeit das Handy oder Fahrrad Akku zu laden, eine Lesebrille zum Ausleihen anzubieten, einer Refill Station um Wasserflaschen wieder aufzufüllen oder einer Spielecke.

Gäste kaufen heute gezielter – wenn Produkte emotional berühren, regional verankert sind und gut präsentiert werden.

Kuratierte Auswahl statt Masse – lieber weniger, aber hochwertig und thematisch aufbereitet
Produkte mit Geschichte – regionale Herkunft, Manufaktur, Nachhaltigkeit schaffen Mehrwert, erzählen Sie diese Gesichte z.B. über QR Codes
Zielgruppengerecht – Familien, Wanderer, junge Erwachsene: unterschiedliche Bedürfnisse, gezielt ansprechen
Verkaufen mit Atmosphäre – Thementische, gute Beleuchtung, klare Wegeführung fördern die Kaufbereitschaft

👉 Ein durchdachtes Sortiment macht aus dem Shop ein Erlebnis – und aus Besucher:innen zufriedene Gäste mit Souvenir in der Hand.

  1. Regional & authentisch
    Produkte mit echtem Bezug zur Region – in Herkunft, Material oder Geschichte.
  2. Wertig statt beliebig
    Auch kleine Souvenirs sollen gut gestaltet und hochwertig sein.
  3. Zielgruppengerecht
    Familien, junge Erwachsene oder Aktivreisende haben unterschiedliche Bedürfnisse – das Sortiment sollte das spiegeln.
  4. Reisetauglich & praktisch
    Leicht mitzunehmen, gut verpackt, auch für Bahn- oder Flugreisende.
  5. Emotional & erzählend
    Produkte mit Geschichte oder lokalem Gesicht bleiben besser in Erinnerung – und werden lieber gekauft.

1. Regionale Klassiker mit emotionalem Bezug

Was: Magnete, Postkarten, Stadtpläne, Buttons, Schlüsselanhänger
Warum: Sie sind günstig, beliebt und dienen als sichtbare Erinnerung. Besonders effektiv, wenn sie regional gestaltet und hochwertig produziert sind.

2. Design- und Manufakturprodukte aus der Region

Was: Lokale Handwerksartikel, Textilien mit Ortsbezug (z. B. T-Shirts, Taschen, Schals), Keramik, Holzprodukte
Warum: Diese Produkte vermitteln Wertigkeit und Identität. Sie stärken die Verbindung zur Region und schaffen Gesprächsanlässe. Besonders attraktiv für Gäste mit mittlerem bis hohem Einkommen.

3. Regionale Genussprodukte in Mitnahmegröße

Was: Honig, Senf, Likör, Tees, Gewürze, kleine Schokoladen
Warum: Kulinarische Produkte zum Mitnehmen oder Verschenken – ideal auch für Gäste mit kleinem Gepäck. Sie sind emotionale Anker für das Reiseerlebnis und funktionieren gut als Impulskauf.

4. Praktische Produkte für unterwegs

Was: Regenponchos, Wanderkarten, Trinkflaschen, Fahrradzubehör, Picknickdecken
Warum: Besonders relevant für Aktivreisende, Familien oder Tagesgäste. Diese Artikel bieten echten Nutzen vor Ort und stärken die Rolle der TI als serviceorientierter Ansprechpartner.

5. Inspirierende Produkte mit Tiefgang

Was: Reiseführer, Bildbände, Karten-Sets, Kinderbücher, Geschichten aus der Region
Warum: Diese Produkte sprechen Gäste an, die sich intensiver mit dem Ort beschäftigen wollen. Auch gut geeignet zur Wissensvermittlung und Imagepflege.


Tipp:

Verkaufen ist Inszenierung. Nutze Thementische, saisonale Sets und kleine Geschichten auf Schildchen, um diese Produktarten in Szene zu setzen. Je besser das Produkt „spricht“, desto wahrscheinlicher wird es gekauft.

Kosten und Folgekosten

Bei der Ausstattung des Raumes sind neben der einmaligen Investition auch langfristige Kosten zu berücksichtigen. Diese werden gerade bei digitalen und medialen Inhalten häufig unterschätzt. Die Kosten für eine Überplanung und Modernisierung des Raums lassen sich nur im Einzelfall berechnen.

  • in welchem Zustand die aktuelle Tourist Information ist und wann zuletzt modernisiert wurde.
  • ob auch die Bausubstanz saniert werden muss, z.B. bei denkmalgeschützten Gebäuden.
  • wie die Art der Informationsvermittlung aussieht.

Grundsätzlich gilt, dass mehr und komplexere Medientechnik auch erhöhte Kosten mit sich bringt. Daher kollidieren oft die Wünsche nach einer digitalisierten Vermittlung im Raum mit den Kosten, die daraus resultieren. Gerade bei der Medientechnik und den digitalen Technologien werden auch die komplementären Kosten und Folgekosten häufig unterschätzt. Zudem ist die Technik nur das Instrument der Vermittlung, noch nicht der Inhalt. Wenn beispielsweise Virtual-Reality Brillen in der Tourist Information eingesetzt werden sollen, sind diese als Hardware zwar nicht teuer, die dafür produzierten Filme allerdings schon. Dieser Content gehört daher auch in die Kostenberechnung.

Des Weiteren muss beachtet werden, dass die eingesetzte Technik mit der Zeit veraltet und dementsprechend ersetzt oder gepflegt werden muss. Zusätzlich anfallende Lizenz- und Supportkosten dürfen ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden.

  • Lassen Sie die Kosten durch entsprechende Experten und Planer systematisch berechnen. Schlagen Sie dennoch immer einen zusätzlichen Puffer für unvorhergesehene Kosten oder Preissteigerungen auf.
  • Machen Sie einen Folgekostenplan, der perspektivisch den entsprechenden Aufwand beziffert.
  • Prüfen Sie kritisch die eingesetzte Medientechnik auf ihre potenzielle Lebens- und Funktionsdauer.
  • Vergessen Sie den Content nicht, der für Vermittlung über Screens, Terminals, VRBrillen, Smartphones, QR-Codes etc. benötigt wird. Dieser kann erhebliche Kosten verursachen.
  • Sorgen Sie für Rückstellungen, um nötige Anpassungen und Modernisierungen vornehmen zu können. Die Instandhaltung und räumlich-gestalterische Modernisierung der TI ist eine Daueraufgabe und ein fortlaufender Prozess, der diese Mittel erfordert.
  • Integrieren sie unter Beachtung beihilferechtlicher Kriterien private Partner und Sponsoren in die TI, die zur Refinanzierung beitragen können.
  • Sind keine ausreichenden Rückstellungen oder Refinanzierungen möglich, die eine Instandhaltung und permanente Modernisierung ermöglichen, können Sie eine Standortfusion mit anderen Einrichtungen, z.B. Museen, Veranstaltungshallen usw., anstreben.

Weitere nützliche Tipps

  • Beobachten und dokumentieren Sie ihre eigenen Abläufe und Verhaltensweisen im Raum z.B. Laufwege, intensiv genutzte Bereiche und Zonen, sowie die der Gäste.
  • Identifizieren Sie Nutzungskonflikte und atmosphärische Störungen z.B. durch permanente Begegnungen mit anderen Gästen oder Mitarbeitenden, Engstellen, nicht genutzte „tote Zonen“, nicht genutzte Angebote, Auslagen, digitale Stationen usw.
  • Überprüfen Sie gemeinsam mit den Mitarbeitenden jährlich den Zustand der TI und überprüfen Sie Service-, Personal- und Ausstattungsstandards im Vergleich zu Wettbewerbern.
  • Orientieren Sie sich auch an anderen wettbewerbsintensiven Dienstleistungsbranchen mit Kundenverkehr z.B. Telekommunikationsunternehmen, Reisebüros oder an erlebnisorientierten Einrichtungen z.B. Museen, Freizeitparks und Science-Center.
  • Besichtigen Sie regelmäßig andere TIs, besonders neu eröffnete und lassen Sie sich inspirieren.
  • Streben Sie die i-Marke-Zertifizierung des Deutschen Tourismusverbandes für Tourist Informationen an, um dauerhaft eine ansprechende Grundausstattungsqualität zu sichern.
  • Streben Sie alle 5 bis 10 Jahre eine Rundumerneuerung ihrer TI an.

Neben Shopflächen sind auch Lagerflächen einzuplanen, häufig wird dies vergessen, zu klein dimensioniert oder nicht in Shopnähe geplant, dies kann zu geringeren Umsätzen führen.

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