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Ressorcenschutz im Betrieb: Schritt 1

Windräder im WasserQuelle: freepik

Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Die nachhaltige Nutzung von Energie ist ein zentraler Bestandteil eines umweltbewussten Betriebs. Angesichts steigender Energiekosten und wachsender ökologischer Herausforderungen wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihren Energieverbrauch zu optimieren und auf erneuerbare Energien umzusteigen. 

Die Energiewende in Unternehmen basiert auf drei Schlüsselbereichen: Reduktion des Verbrauchs durch Energiesparmaßnahmen, Steigerung der Energieeffizienz und Umstellung auf regenerative Quellen. Durch eine gezielte Strategie in diesen Bereichen können Betriebe nicht nur ihre Betriebskosten senken, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.

  • Beginnen Sie mit einem Energieaudit, um die Bereiche mit dem größten Energiebedarf und den größten Einsparpotenzialen in Ihrem Unternehmen zu identifizieren – z.B. Energieverbrauch im Spa, in der Küche und der Wäscherei sowie von der Wärme- und Kältetechnik.
  • Je nach den spezifischen Anforderungen nehmen Sie externe professionelle Unterstützung für die Durchführung eines Energieaudits in Anspruch. Oder beginnen Sie mit einer einfachen internen Bewertung und dabei helfen Ihnen Tools wie DEHOGA Umweltcheck und die Energieaudit Checkliste: Kostenloser Leitfaden von GoClimate.
  • Als Unterkunftsbetrieb, wie Hotels und Pensionen, integrieren Sie digitale und Softwarelösungen (ohne großen Installationsaufwand) zur Verbesserung der Energieeffizienz, wie beispielsweise Betterspace.
  • Greifen Sie unter Umständen auf Förderungen, wie die Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft zurück. Hier werden verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen finanziell unterstützt, wie zum Beispiel die Elektrifizierung von kleinen Unternehmen.
  • Zur Erfüllung seiner Nachhaltigkeits- & Umwelt-Ambitionen, setzt das Bio-Seehotel Zeulenroda (Zeulenroda, Thüringen) auf ein Blockheizkraftwerk, welches zur Wärmegewinnung genutzt wird und es erlaubt, die überschüssige (nicht benötigte Energie) wieder in das lokale Stromnetz einzuspeisen. Ein weiterer Gewinn und Schritt zur großen Reduzierung von Energie und Rohstoffen war es, komplett auf LED-Licht und E-Fahrzeuge umzustellen
  • Im Biohotel KUNSTQUARTIER in Stein bei Nürnberg, wird zur Warmwasser- und Stromversorgung vorrangig auf Sonnenenergie gesetzt. Für den Fall, dass dies nicht ausreicht, kauft das Hotel Öko-Strom hinzu und nutzt eine Luft-Wärmetauschpumpe, um das Wasser für den Hotelbetrieb zu erwärmen. Zu Spitzenauslastungszeiten kann sich noch eine zusätzliche Gastherme zuschalten. Außerdem gibt es ein Raum-Managementsystem, welches den Energiebedarf selbständig regelt, abhängig von der Auslastung des Hotels und hilft so den Energieverbrauch zu minimieren.
  • Das Boutiquehotel Stadthalle in Wien, ein ‘Passivhaus’ Hotel, erreicht eine Null-Energie-Bilanz durch Maßnahmen wie die Eigenproduktion des Großteils der Energie des Hotels (mit 93m² Photovoltaikanlage, 130m² Solaranlage für Warmwasser und einer Grundwasserwärmepumpe). Darüber hinaus kommen im ganzen Haus nur LED Lampen zum Einsatz und aus umweltfreundlichen Gründen haben die Zimmer keine Minibars.

Sie möchten tiefer in das Thema einsteigen?

Wasserschutz und -einsparung

Hotels, Restaurants und Freizeiteinrichtungen verbrauchen täglich große Mengen an Wasser für Gäste, Reinigung, Küche und Wellnessbereiche. Ein nachhaltiges Wassermanagement ist daher nicht nur ein ökologisches Gebot, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

Hier sind die drei wichtigsten Bereiche des Wassermanagements in Unternehmen: Reduzierung des Verbrauchs durch Wassersparmaßnahmen, Steigerung der Effizienz bei der Nutzung der Wasserressourcen und Implementierung von Systemen zum Recycling von verbrauchtem Wasser (z.B. Grauwasser-Recyclingsysteme, Regenwassernutzungssysteme), wo immer dies möglich ist.

Praxis-Tipps: Umstellung im eigenen Betrieb

    • Der erste und wichtigste Schritt besteht darin, den aktuellen Wasserverbrauch zu messen. Denn, Sie können nichts verwalten, was Sie nicht messen.  Hier, zum Beispiel, finden Sie ein einfaches Berechnungsbeispiel für ein Hotel von Ökoflow. Ein ausführliches Messinstrument (die Hotel Water Measurement Initiative – HWMI) ist kostenlos bei der World Sustainable Hospitality Alliance erhältlich. Obwohl das Tool auf Englisch ist, können die bereitgestellten Excel-Tabellen heruntergeladen und individuell angepasst werden.
    • Um den Wasserverbrauch im Betrieb zu reduzieren, führen Sie Wasserspartechnologien wie z.B. wassersparende Duschköpfe und Toiletten ein. Der Südtiroler Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) listet hier konkrete Einsparmöglichkeiten in der Hotellerie wie z.B. wassersparende Armaturen, Spülkästen mit Doppelspülung und Niederdruckspüler auf.
    • Erwägen Sie die Aufstellung eines internen “Green Teams”. Denn neben dem Einsatz von Wasserspartechnologien im Betrieb brauchen Unternehmen Maßnahmen, um Mitarbeitende und Kund:innen aufzuklären und positive Verhaltensänderungen dieser zu fördern. Ein “Green Team” aufzustellen, ist ein gängiger Ansatz, um mitarbeitergeführte Nachhaltigkeitsinitiativen umzusetzen. Speziell für den Wasserschutz könnten Sie auch ein „Blue Team“ aufstellen, dessen zuständige Mitarbeiter Ihre Wassersparinitiativen leiten.

Energieberatung & Elektromobilität:

ThEGA – Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur

Thüringer Energieversorger mit Photovoltaik-Angeboten:

Lokale Elektriker finden Sie im Installateursverzeichnis der TEN.

Wasserschutz und -einsparung

Hotels, Restaurants und Freizeiteinrichtungen verbrauchen täglich große Mengen an Wasser für Gäste, Reinigung, Küche und Wellnessbereiche. Ein nachhaltiges Wassermanagement ist daher nicht nur ein ökologisches Gebot, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

Hier sind die drei wichtigsten Bereiche des Wassermanagements in Unternehmen: Reduzierung des Verbrauchs durch Wassersparmaßnahmen, Steigerung der Effizienz bei der Nutzung der Wasserressourcen und Implementierung von Systemen zum Recycling von verbrauchtem Wasser (z.B. Grauwasser-Recyclingsysteme, Regenwassernutzungssysteme), wo immer dies möglich ist.

  • Irish Water, ein Wasserversorgungsunternehmen in Irland, präsentiert eine Fallstudie aus Westport (Mayo, Irland), die zeigt, wie ein Hotel es schaffte, seinen jährlichen Wasserverbrauch um 4,800 m³ pro Jahr (28%) zu senken, was dazu führte, dass das Hotel 10.914,00€ an Kosten für Wasser einsparen konnte. Viele kleine Veränderungen trugen dazu bei, dieses Ergebnis zu erreichen, z.B.: 
    • Alle Wasserhähne wurden mit Wasserhahn-Lüftern ausgestattet. Dies ermöglichte es, den Verbrauch von 8,5 auf 5,5 Litern/Minute zu reduzieren.
    • Toilettenspülungen wurden angepasst und von 6,6 auf 5 Liter Spülvermögen eingestellt. 
    • Der Betrieb des Pools wurde durch Installation eines Kohlefilters und Dosierungssystem für Reinigungsmittel optimiert. 
    • Ein Regenwassertank ermöglicht, 250.000 Liter Wasser pro Jahr für die öffentlichen Toiletten zu sammeln.
  • Koncept Hotels (mit Hotelstandorten in Bern, Siegburg, Tübingen und Köln) hatte das Jahr 2024 zum “Jahr des Wassers” erklärt und sich vorgenommen, den Wasserverbrauch pro Übernachtung um 20% zu senken. Es gehörten auch Wassereinsparungen für die Duschen, wassersparende Bettwäsche und Regenwasserzisternen zu dem Konzept. Nun werden im Jahr 2025 flächendeckend Durchlaufbegrenzer eingesetzt, um den tatsächlichen Wasserverbrauch senken zu können.
  • Der erste und wichtigste Schritt besteht darin, den aktuellen Wasserverbrauch zu messen. Denn, Sie können nichts verwalten, was Sie nicht messen.  Hier, zum Beispiel, finden Sie ein einfaches Berechnungsbeispiel für ein Hotel von Ökoflow. Ein ausführliches Messinstrument (die Hotel Water Measurement Initiative – HWMI) ist kostenlos bei der World Sustainable Hospitality Alliance erhältlich. Obwohl das Tool auf Englisch ist, können die bereitgestellten Excel-Tabellen heruntergeladen und individuell angepasst werden.
  • Um den Wasserverbrauch im Betrieb zu reduzieren, führen Sie Wasserspartechnologien wie z.B. wassersparende Duschköpfe und Toiletten ein. Der Südtiroler Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) listet hier konkrete Einsparmöglichkeiten in der Hotellerie wie z.B. wassersparende Armaturen, Spülkästen mit Doppelspülung und Niederdruckspüler auf.
  • Erwägen Sie die Aufstellung eines internen “Green Teams”. Denn neben dem Einsatz von Wasserspartechnologien im Betrieb brauchen Unternehmen Maßnahmen, um Mitarbeitende und Kund:innen aufzuklären und positive Verhaltensänderungen dieser zu fördern. Ein “Green Team” aufzustellen, ist ein gängiger Ansatz, um mitarbeitergeführte Nachhaltigkeitsinitiativen umzusetzen. Speziell für den Wasserschutz könnten Sie auch ein „Blue Team“ aufstellen, dessen zuständige Mitarbeiter Ihre Wassersparinitiativen leiten.
  • Umweltbundesamt – Maßnahmen zum Wassersparen in touristischen Einrichtungen
  • Um die Duschdauer der Gäste zu verkürzen, legt eine Studie* (PDF) nahe, dass Echtzeit-Feedback (Meldungen zum Wasserverbrauch während des Duschens) dazu beitragen kann, die Duschdauer um mehr als 25 % zu reduzieren. Dies lässt sich mit digitaler Sensortechnologie (wie dem in der Studie verwendeten Smart-Gerät) erreichen. Eine kostengünstige DIY-Lösung bietet die Installation einer 5-Minuten-Sanduhr (hier ein elegantes und einfaches Beispiel).

*Quelle auf Englisch.

Der nächste Schritt…

… hier erfahren Sie, mehr über das Zero-Waste-Prinzipien und Lösungen aus der Kreislaufwirtschaft.

Ihre Ansprechpartner

Quelle: TTG
Alexandra Rittweger
Thüringer Tourismus GmbH

Innovation & Qualität
Themenkoordination Nachhaltigkeit

Das lerne ich hier:

  • Wie senke ich den Energieverbrauch meines Betriebs nachhaltig und steigere gleichzeitig die Energieeffizienz?
  • Welche konkreten Maßnahmen und digitalen Lösungen verbessern die Energieeffizienz in meinem Unternehmen?
  • Welche erfolgreichen Praxisbeispiele aus der Hotellerie zeigen, wie Energieeinsparung und Nachhaltigkeit miteinander funktionieren?
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