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Werden Sie zum KomfortDenker!

Bei allen infrastrukturellen Dingen haben Sie bitte immer im Blick: Der offene, menschliche Umgang miteinander kann viele bauliche Hürden ausgleichen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, in Schulungen und Weiterbildungen Sicherheit im Umgang mit dieser Gästegruppe zu gewinnen. Angebote finden Sie in der Weiterbildungsdatenbank des Tourismusnetzwerks Thüringen.

Wie schaffe ich komfortable Zugänglichkeit für Alle?

  • Zugänge und Wege ohne oder mit nur wenigen Stufen
    TIPP: Bewegen Sie sich einfach mal mit einem Rollkoffer durch Ihr Haus. Bemerken Sie, wie bequem es ist, wenn man ihn nicht ständig anheben muss? Schauen Sie, ob sie vielleicht mit kleinen oder mobilen Rampen Stufen und Schwellen ausgleichen können.
  • Treppen mit geschlossenen Stufen, beidseitigen Handläufen und kontrastierenden Stufenkanten
  • Rampen mit maximal 6 %-Neigung und beidseitigem Handläufen
  • Breite Türen und großräumige Bewegungsflächen
    TIPP: Bequeme Bewegungsflächen beginnen bei einem Durchmesser von 150 cm. Um eine Idee davon zu bekommen, wie es damit in Ihrem Haus aussieht, schneiden Sie sich einen Kreis mit diesem Durchmesser aus Karton aus oder nehmen Sie sich einen großen Regenschirm. Überall dort, wo Sie anecken, könnte es ruhig ein wenig mehr Platz brauchen – besonders in (Vor)räumen, vor und hinter Türen, vor Schränken, in der Küche oder im Bad. Das erleichtert das Manövrieren von Rollstühlen, Rollatoren oder auch Kinderwagen.
  • Passende Höhe von Türgriffen, Bedienelementen (z.B. Kleiderstangen, Duschkopf in der Dusche), Spiegeln, Rezeptionen oder Informationstresen, so dass Kinder oder Personen im Rollstuhl alles gut erreichen können
  • Flure und Treppen frei von Möbelstücken und auf dem Weg befindlichen Dekorationen
  • Niedrigflorige Teppiche bzw. rutschfeste Bodenbeläge
    TIPP: Damit vermeiden Sie zum einen die Sturzgefahr für Gäste, die nicht allzu gut zu Fuß sind. Zum anderen werden es Ihnen Gäste mit Hausstauballergie danken, denn bei solchen Belägen setzt sich weniger Staub ab.
  • Möglichst alle Türen sind leicht zu öffnen – eventuell sogar mit Bewegungsmeldern oder automatischen Türöffnern
  • Bodengleiche Duschen und Duschhocker

Wie unterstütze ich meine Gäste bei der Reiseplanung durch für sie notwendige Informationen?

  • Datenerhebung durch einen von der TTG beauftragten Erheber: Die Informationen stehen Ihnen als pdf zur Verfügung. Punkten Sie so bei Ihren Gästen mit kompetenten Antworten bei persönlichen Anfragen oder durch die Ergänzung Ihrer Hausinformationen im Internet.
  • Zertifizierung „Reisen für Alle”

 Wie sichere ich mögliche Gefahren?

  • Ausstattung von Rauchmeldern und Alarm mit auffällig blinkenden Signalen – Menschen, die nur schwer oder nicht mehr hören können, werden so aufmerksam
  • Handläufe an Treppen, Rampen, abschüssigem Gelände
  • Radabweiser an Brücken oder bei abschüssigem Gelände

Wie erleichtere ich meinen Gästen die Orientierung?

  • Wegweiser in gut sichtbaren Abständen und Zimmernummern mit großer, schnörkelloser und kontrastreicher Schrift
  • Kinder am Tastmodell der Erfurter Altstadt

    Tastmodell am Erfurter Rathaus (c) Erfurt Tourismus & Marketing GmbH / B. Neumann

    Lage- und Orientierungspläne oder Tastmodelle eines Gebäudes oder einer Stadt
    TIPP: Tastmodelle findet man mittlerweile schon in einigen Städten oder an Sehenswürdigkeiten, z.B. in Erfurt oder auf der Wartburg. Ursprünglich gedacht für blinde Menschen, sind sie heute häufig fester Bestandteil von Führungen. Sie ermöglichen allen Gästen einen guten Überblick über Städte oder große Gebäude.
  • Bilder, gut erkennbare Symbole oder Kennzeichnung mit Farbmarkierungen, die Kinder, fremdsprachige Gäste und Menschen mit Lernschwierigkeiten unterstützen, den
    richtigen Weg zu finden

 

Wie mache ich hörbare Informationen auf andere Art und Weise zugänglich?

Wie erleichtere ich meinen Gästen den Zugang zu schriftlichen Informationen?

Audio-Guide “Ich höre und fühle, was Du siehst” Bad Langensalza

  • Bilder in der Speisekarte helfen Kindern, fremdsprachigen Gästen und
    Menschen mit Lernschwierigkeiten beim Bestellen von Speisen und Getränken.
  • Audio-Guides, z.B. “Ich höre und fühle, was Du siehst” in Bad Langensalza
  • große, schnörkellose und kontrastreiche Schrift in Prospekten, Speisekarten,
    auf Informationstafeln oder der eigenen Internetseite
  • KISS-Regel: Informationen nach der Regel „Keep it short and simpel“
    („Drücke es einfach und verständlich aus“) aufbereiten
  • Informationen in leichter Sprache, z.B. Barockes Universum in Gotha
  • Multi-Media-Guides mit bildhaften, detaillierten Beschreibungen für Gäste mit Sehbehinderung und Führungen in leichter Sprache, z.B. im Panorama Museum Bad Frankenhausen oder in der Wurzelhöhle am Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich

Wie kann der Servicegedanke zum Komfortempfinden Ihrer Gäste beitragen?

  • Im Umgang mit Menschen mit Hörbehinderung Blickkontakt beim Sprechen halten
  • Möglichkeit, Assistenzhunde mitzuführen
  • Übersichten zu barrierefrei zugänglichen Arztpraxen,
  • Übersicht zu Reformhäusern und Restaurants mit Angeboten für Gäste mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Begleitung zum Platz im Restaurant oder Assistenz beim Lesen der Speisekarte
  • Bereitstellung von Lesebrillen
    TIPP: Nehmen Sie Kontakt zu einem Optiker in Ihrer Umgebung auf. Die Erfahrung zeigt, dass man dort meist gern bereit ist, ein Sortiment an Lesebrillen in einem werblich ansprechenden Kasten zur Verfügung zu stellen. Für den Optiker ist es kostenfreie Werbung, für Sie ein Service im Sinne Ihrer Gäste.
  • Informationen zu (barrierefrei nutzbaren) Kultur- und Freizeitangeboten im Ort und in der Region