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Regionalität sichtbar machen im Altenburger Land

ⓘQuelle: Sandra Kayser | Tourismusverband Altenburger Land

Stammtisch „Erlebbare Regionalität“ setzt Impulse für die touristische Weiterentwicklung 

Wie kann das, was das Altenburger Land besonders macht, für Gäste noch sichtbarer und erlebbarer werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden des Stammtisches „Erlebbare Regionalität“, zu dem der Tourismusverbandes Altenburger Land e.V. am 22. September 2026 eingeladen hatte.

Im Mittelpunkt standen dabei Themen, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen, für die touristische Entwicklung der Region aber eng miteinander verbunden sind: die Sichtbarmachung der für das Altenburger Land charakteristischen Vierseithöfe, die Entwicklung neuer Angebote rund um das Thema Spiel sowie praktische steuerrechtliche Fragen aus dem Vereinsalltag. Der Stammtisch bot damit nicht nur Raum für Information und fachlichen Austausch. Vor allem ging es darum, gemeinsam weiterzudenken: Welche Geschichten kann das Altenburger Land erzählen? Welche Besonderheiten können Gäste tatsächlich erleben? Und wie lassen sich daraus Angebote entwickeln, die authentisch zur Region passen und gleichzeitig professionell umgesetzt werden können?

Vierseithöfe als prägendes Stück Altenburger Land

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Vierseithöfen. Sie gehören zu den unverwechselbaren Merkmalen des Altenburger Landes und prägen die Kulturlandschaft der Region in besonderer Weise. Ihre Bedeutung zeigt sich auch darin, dass das Altenburger Land als zweitgrößtes Verbreitungsgebiet von Umgebindehäusern im deutschsprachigen Raum gilt. Die historischen Hofanlagen erzählen von regionaler Baukultur, Landwirtschaft, Handwerk, Familiengeschichten und überlieferten Lebensweisen. Gleichzeitig sind viele dieser Höfe bis heute lebendige Orte – als privates Zuhause, Beherbergungsbetrieb, Gastronomie, Produktionsstätte oder Kulturhof.

Dass zahlreiche Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Hoftore öffnen und damit Einblicke ermöglichen, ist für die weitere touristische Entwicklung von großer Bedeutung. Ihnen gilt deshalb ein besonderer Dank. Erst durch ihre Bereitschaft wird es möglich, die Hofkultur des Altenburger Landes nicht nur zu bewahren, sondern sie auch sichtbar zu machen und Gästen näherzubringen. So kann sich noch deutlicher zeigen, was diese Region auszeichnet: eine bis heute lebendige Kulturlandschaft, in der historische Strukturen nicht nur Kulisse sind, sondern weiterhin genutzt, gepflegt und mit Leben gefüllt werden.

Um diese unterschiedlichen Höfe künftig stärker zu erzählen, wurden bereits wichtige Grundlagen geschaffen. Ein beauftragter Fotograf hat zahlreiche Höfe im Altenburger Land besucht und fotografisch dokumentiert, weitere Aufnahmen werden folgen. Parallel dazu wurde das Thema auf der Website des Tourismusverbandes neu aufgebaut. Die ersten drei Höfe sind dort bereits mit lebendigen Hofporträts vertreten, die nicht allein Gebäude zeigen, sondern auch die Menschen, Nutzungen und Geschichten dahinter in den Mittelpunkt rücken. Ergänzend wurde ein thematisch passendes Faltblatt entwickelt. Ziel all dieser Maßnahmen ist es, künftig noch stärker über die Höfe des Altenburger Landes zu erzählen – über ihre Geschichte, ihre heutige Nutzung und darüber, was Besucherinnen und Besucher dort entdecken können.

Der aktuelle Stand macht dabei deutlich: Das Thema ist weit mehr als eine einzelne Marketingmaßnahme. Schritt für Schritt entsteht eine gemeinsame Erzählung, die ein charakteristisches Merkmal des Altenburger Landes stärker in das touristische Profil der Region rückt.

Vom Spiel zur touristischen Erlebnisidee

Ein weiterer Schwerpunkt des Stammtisches war das Thema „Spiel“. Mit Blick auf die geplante Eröffnung der Spieleerlebniswelt YOSEPHINUM® im Frühjahr 2028 und das Jahresthema „Spieleland Thüringen“ der Thüringer Tourismus GmbH 2028 gewinnt dieses Thema für die touristische Entwicklung des Altenburger Landes weiter an Bedeutung. Zugleich knüpft es unmittelbar an die Geschichte und Identität Altenburgs als Spielkartenstadt an.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand daher die Frage, wie aus diesem besonderen Profil künftig konkrete, buchbare Erlebnisse für Gäste entstehen können. Dabei soll es nicht allein um das Besichtigen bestehender Angebote gehen. Ziel ist es, Formate zu entwickeln, bei denen Gäste selbst aktiv werden, Menschen und Orte kennenlernen und Geschichten erleben, die im Gedächtnis bleiben und weitererzählt werden.

Für diesen ersten Austausch kamen Akteure aus verschiedenen Bereichen der Altenburger Spielelandschaft zusammen, darunter die Spielkartenfabrik Altenburg, das Mobile Spielecafé, der Deutsche Skatverband, die Altenburger Museen sowie die Spieleerlebniswelt YOSEPHINUM®. Im gemeinsamen Gespräch wurde deutlich, welche Anknüpfungspunkte bereits vorhanden sind und wo sich durch eine stärkere Zusammenarbeit neue Möglichkeiten ergeben können.

Der Stammtisch bildete dabei bewusst den Auftakt eines Entwicklungsprozesses. Erste Ideen und Ansätze wurden gesammelt, diskutiert und miteinander verknüpft. Noch bis Ende des Jahres ist ein weiterer Workshop geplant, in dem diese Ergebnisse aufgegriffen und weiter konkretisiert werden sollen. Ziel ist es, schrittweise gästefreundliche, authentische und buchbare Angebote zu entwickeln, die das Thema Spiel erlebbar machen und zugleich das touristische Profil des Altenburger Landes weiter schärfen.

Wissen, das in der Praxis weiterhilft

Neben den touristischen Zukunftsthemen griff der Stammtisch auch ganz konkrete Fragen aus dem Alltag regionaler Akteure auf. Steuerberaterin Gabi Neef von der DELTA Steuerberatungsgesellschaft mbH & Co. KG gab Einblicke in steuerrechtliche Fragestellungen, mit denen insbesondere Vereine regelmäßig konfrontiert sind. Themen wie Einnahmen, Rechnungsstellung, unterschiedliche Steuersätze und rechtssichere Abläufe spielen im Vereinsalltag eine wichtige Rolle, sorgen in der Praxis aber immer wieder für Unsicherheit. Der fachliche Input bot deshalb die Möglichkeit, konkrete Fragen aufzugreifen und mehr Sicherheit für die tägliche Arbeit zu schaffen.

Gerade diese Verbindung aus langfristiger Angebotsentwicklung und unmittelbar nutzbarem Praxiswissen macht den Stammtisch zu einem wichtigen Austauschformat für die Region.

Gemeinsam aus Besonderheiten echte Erlebnisse entwickeln

Der Stammtisch „Erlebbare Regionalität“ hat erneut gezeigt, wie wertvoll es ist, unterschiedliche Akteurinnen und Akteure zusammenzubringen. Denn touristische Angebote entstehen nicht allein am Schreibtisch. Sie leben von Menschen, die ihre Türen öffnen, Wissen teilen, Geschichten erzählen und bereit sind, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

Mit den Vierseithöfen und dem Thema Spiel stehen dabei zwei Bereiche im Mittelpunkt, die eng mit dem Altenburger Land verbunden sind und großes Potenzial für die weitere Profilierung der Region bieten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass dieser Prozess Zeit, Austausch und gemeinsame Entwicklung braucht. Der Stammtisch war deshalb kein Abschluss, sondern vielmehr ein weiterer wichtiger Schritt: Bestehendes wurde sichtbar gemacht, neue Ideen wurden angestoßen und nächste Arbeitsschritte vereinbart.

Das gemeinsame Ziel bleibt, die Besonderheiten des Altenburger Landes nicht nur zu zeigen, sondern sie so aufzubereiten, dass Gäste sie erleben, verstehen und als besondere Geschichten aus der Region mit nach Hause nehmen können.



Autor/-in: Kristin Ludwig
Tourismusverband Altenburger Land e.V.
Content Management
Telefon: +49 3447 8966 84
Email: kristin.ludwig@altenburg.travel
BEITRAG VOM:
30. September 2026

Kategorien:
Altenburger Land · Beherbergung · DMO/LMO · Produktentwicklung · Regionale Strategien · ThüCAT · Tourist Information · TV Altenburger Land


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