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Pressereise als Instrument der Destinationskommunikation

Quelle: Weimarer Land Tourismus e. V.

Pressereisen als gemeinschaftliche Aufgabe

Wie lassen sich Journalistinnen und Journalisten für eine Region begeistern – und wie entstehen daraus eigenständige Mediengeschichten? Eine Pressereise des Weimarer Land Tourismus e. V. und des Landratsamtes Weimarer Land zeigt, wie wichtig dafür nicht nur ein gutes Programm, sondern vor allem die Zusammenarbeit mit den touristischen Akteuren und Akteurinnen vor Ort ist.

Vom 7. bis 10. Mai 2026 führte die Pressereise unter dem Schwerpunkt „Genuss & Design im Weimarer Land“ durch unterschiedliche Teile der Region. Statt einzelne Sehenswürdigkeiten aneinanderzureihen, verband das Programm persönliche Begegnungen, regionale Kulinarik, Gesundheit, Natur, Geschichte, Beherbergung, Handwerk, Mode und Design.

An der Reise nahmen durchgehend zwei Journalisten sowie ein Videojournalist teil. Weitere Medienvertreter kamen für einzelne Programmpunkte hinzu.

Viele Akteure erzählen gemeinsam eine Region

Bereits der Auftakt im Gasthof Saalborn setzte auf persönliche Begegnung und regionale Gastlichkeit. Am folgenden Tag rückte Bad Berka in den Mittelpunkt. Bei der Kneipp- und Kräuterkunde erhielten die Medienvertreter Einblicke in Gesundheitsangebote und regionale Kräuter. Eine anschließende Food-Tour führte zu verschiedenen gastronomischen Stationen der Kurstadt.

Dabei wurden nicht nur bekannte Thüringer Spezialitäten thematisiert. Regionaler Bio-Wein, Bratwurst, regionale Küche, Blechkuchen und hausgemachtes Eis machten die kulinarische Vielfalt des Weimarer Landes unmittelbar erlebbar.

Zusätzlich zum ursprünglich geplanten Programm konnte die Sophienheilstätte bei Bad Berka besucht werden. Der historische Gebäudekomplex entwickelte sich später zu einem der Themen, die von den teilnehmenden Journalisten besonders intensiv aufgegriffen wurden.

Anschließend erlebten die Teilnehmer einen kurzen Abschnitt des Goethe-Erlebnisweges.

Am Abend wechselte die Perspektive erneut: Im Resort Schloss Auerstedt brachte das Format „Freunde kochen für Freunde“ Medienvertreter mit regionalen Akteurinnen und Akteuren zusammen und rückte Genuss, Gastgeberkultur und persönliche Gespräche in den Mittelpunkt.

Von regionalem Handwerk bis internationalem Design

Der Samstag stand im Zeichen von Apolda und seiner Textil- und Designtradition.

Beim Modebrunch bei kaseee fashion design erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit der Designerin Katrin Sergejew. Es folgte der Stadtspaziergang „Der rote Faden“, der die Geschichte Apoldas als Textil- und Glockenstadt aufgriff.

Am Abend bildete der Apolda European Design Award 2026 im Eiermannbau den Abschluss des Programms. Eine Backstage-Tour, Gespräche auf der Dachterrasse und die internationale Modenschau eröffneten den Medienvertretern einen Blick hinter die Kulissen einer Veranstaltung mit internationaler Ausstrahlung.

Damit waren an der Pressereise ganz unterschiedliche Partner beteiligt: gastronomische Betriebe, Gastgeberinnen und Gastgeber, Gesundheits- und Erlebnisangebote, Kulturschaffende, touristische Einrichtungen sowie Akteure aus Mode, Design und Veranstaltungsorganisation.

Gerade diese Vielfalt ermöglichte es den Journalistinnen und Journalisten, aus einem gemeinsamen Reiseprogramm sehr unterschiedliche Geschichten zu entwickeln.

Was die Medien daraus gemacht haben

Die Veröffentlichungen zur Pressereise zeigen, wie unterschiedlich ein gemeinsames Programm journalistisch interpretiert werden kann. Neben Print- und Online-Reportagen entstanden Video- und Social-Media-Beiträge, die jeweils eigene Schwerpunkte setzten.

Die Augsburger Allgemeine verband Mode und Design in Apolda mit dem Goethe-Erlebnisweg, der Kurtradition Bad Berkas, der Sophienheilstätte, regionalem Wein und dem Bad Berkaer Ortsteil München. Ein ausführliches Porträt widmete sich der Designerin Katrin Sergejew.

Die Passauer Neue Presse wählte mit „Grusel, Genuss und Goethe im Weimarer Land“ einen atmosphärischen Zugang. Ausgehend von der Sophienheilstätte führte der Beitrag zu Kneipp-Angeboten, regionalen Kräutern, kulinarischen Erlebnissen, dem Goethe-Erlebnisweg sowie ausgewählten Gastgebern und gastronomischen Betrieben.

Auch die Stuttgarter Nachrichten und OK.de stellten die Sophienheilstätte als Lost Place in den Mittelpunkt. Videoformate, unter anderem über Glomex, sowie Instagram-Reels verstärkten die visuelle Wirkung des historischen Gebäudekomplexes.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Apolda European Design Award 2026. OK.de und ein über MSN verbreitetes Videoformat rückten Apolda als Verbindung von regionaler Textilgeschichte, aktuellem Design und internationaler Veranstaltung in den Fokus.

Das Reisebüro Magazin sprach mit seiner Berichterstattung ein Fachpublikum aus der Reisebranche an. Damit wurde deutlich, dass die Inhalte nicht nur für Endverbrauchermedien interessant waren, sondern auch für Reiseveranstalter, Reisebüros und touristische Multiplikatoren.

Besonders auffällig war die mediale Resonanz auf die Sophienheilstätte. Sie kam zusätzlich ins Programm und war ursprünglich nicht als zentraler Schwerpunkt vorgesehen. Dennoch wurde sie in mehreren Beiträgen zum erzählerischen Ausgangspunkt. Ihre Wirkung lag dabei nicht nur in der historischen Substanz des Ortes, sondern auch in seiner starken visuellen und atmosphärischen Qualität.

Die Pressereise brachte somit keine einheitliche Mediengeschichte hervor, sondern ein Bündel unterschiedlicher Zugänge: von Lost Place und Regionalgeschichte über Goethe und Kulinarik bis hin zu Mode, Design und touristischer Fachkommunikation. Genau darin liegt ein wesentlicher Wert solcher Formate: Ein sorgfältig zusammengestelltes Programm bietet den Medienvertretern gemeinsame Erlebnisse, lässt aber genügend Raum für eigene Perspektiven und Geschichten.

Pressearbeit endet nicht mit der Abreise

Die eigentliche Pressereise ist nur ein Teil der Medienarbeit. Anschließend geht es darum, Kontakte zu pflegen, Informationen und Bildmaterial bereitzustellen und die entstehenden Veröffentlichungen systematisch zu beobachten.

Bereits kurz nach der Reise erschienen erste Beiträge. Neben ausführlichen Reisereportagen entstanden weitere Veröffentlichungen und Inhalte in verschiedenen Medienformaten.

Die Auswertung solcher Beiträge bietet einen zusätzlichen Nutzen: Sie zeigt Destinationen und ihren Partnern, welche Themen von außen als besonders interessant wahrgenommen werden und welche Angebote sich miteinander zu größeren Geschichten verbinden lassen.

Die nächste Pressereise ist bereits geplant

Die erste Pressereise dieser Art soll nicht die letzte bleiben. Vom 23. bis 26. September 2027 ist eine weitere Reise unter dem Titel „Gesund werden – gesund bleiben“ geplant.

Dann soll die Gesundheitsregion Weimarer Land mit Angeboten rund um Prävention, Erholung und Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen.

Die Erfahrungen aus 2026 können dabei helfen, erneut zahlreiche Partner einzubinden und aus einzelnen Angeboten eine gemeinsame Geschichte über die Region zu entwickeln.

Weitere Einblicke in die strategische Kommunikation des Weimarer Landes:

Kommunikationsplan 2026–2032 im Tourismusnetzwerk Thüringen

Pressemappe 2026/2027 des Weimarer Landes



Autor/-in: Franziska Brenner
Weimarer Land Tourismus e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 3644 5148909
Email: f.brenner@weimarer-land.de


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