Saale-Unstrut als „Nachhaltiges Reiseziel“ zertifiziert
Saale-Unstrut ist als „Nachhaltiges Reiseziel“ ausgezeichnet worden. Damit ist die länderübergreifende Destination die erste Flächendestination in Sachsen-Anhalt und die dritte Destination in Thüringen mit dieser Zertifizierung. Die Urkunde wurde beim Sommerfest der Saale-Unstrut Tourismus GmbH am Geiseltalsee durch TourCert übergeben.
Hinter der Auszeichnung steht ein mehrjähriger Entwicklungsprozess. Im Mittelpunkt stand nicht allein die Erfüllung von Zertifizierungskriterien, sondern der Aufbau dauerhafter Strukturen für eine nachhaltige Tourismusentwicklung in der gesamten Destination.
Nachhaltigkeit dauerhaft verankern
Saale-Unstrut umfasst seit 2023 touristische Gebiete in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Natur- und Kulturlandschaft, Kulturangebote, Wein sowie regionale Produkte gehören zu den prägenden Elementen der Reiseregion.
Der Anspruch, diese Grundlagen langfristig zu erhalten und wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte miteinander zu verbinden, ist bereits in der Tourismusstrategie der Destination verankert.
„Die Zertifizierung ist für uns eine wichtige Bestätigung des Weges, den wir als junge, länderübergreifende Destination eingeschlagen haben. Entscheidend ist aber nicht allein die Auszeichnung. Wir haben gemeinsam mit unseren Partnern eine Grundlage geschaffen, auf der wir Saale-Unstrut langfristig qualitätsvoll und zukunftsfähig weiterentwickeln können“, sagt Antje Peiser, Geschäftsführerin der Saale-Unstrut Tourismus GmbH.
Von der Bestandsaufnahme zum Verbesserungsprogramm
Der Weg zur Zertifizierung begann bereits vor dem eigentlichen Prüfverfahren. Beim Tourismustag 2024 rückte die Saale-Unstrut Tourismus GmbH die nachhaltige Tourismusentwicklung in den Mittelpunkt. Eine Befragung touristischer Betriebe, Workshops und daraus abgeleitete Maßnahmen schlossen sich an.
Im Juni 2025 beschloss der Aufsichtsrat, die Zertifizierung als „Nachhaltiges Reiseziel“ anzustreben. Dafür wurde unter anderem ein eigenes Team Nachhaltigkeit zusammengestellt.
Von September 2025 bis Juli 2026 folgte der Zertifizierungsprozess mit Erhebungen, Befragungen und Workshops. Zudem entstanden ein Nachhaltigkeitsbericht und ein kontinuierliches Verbesserungsprogramm.
Dieses umfasst 24 Ziele in acht Handlungsfeldern. Dazu gehören unter anderem Kommunikations- und Qualifizierungsmaßnahmen. Die Ziele werden jährlich überprüft und fortgeschrieben. Nach drei Jahren ist eine erneute Zertifizierung vorgesehen.