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Abstimmung Naturwunder 2026

Quelle: Thüringer Tourismus GmbH

Zwei Naturwunder aus Thüringen stehen zur Wahl!

Im Frühjahr haben wir dazu aufgerufen, Thüringens besondere Naturschätze für die Naturwunderwahl 2026 ins Rennen zu schicken. Nun steht fest: Gleich zwei Thüringer Projekte haben es in die bundesweite Publikumswahl geschafft!

Damit ist Thüringen unter den neun ausgewählten Naturwundern gleich doppelt vertreten. Ab sofort heißt es deshalb: abstimmen, weitersagen und Thüringens Naturwundern die Stimme geben

Zu Wahl stehen…

Die Moorlandschaft Alperstedter Ried

Bild zeigt eine Moorlandschaft mit Vernässungsfläche und SonnenscheinQuelle: Tourismusverband Thüringer Becken
Weidelandschaft mit Ponys und rotem HöhenviehQuelle: Deutsche Umwelthilfe - Zeitweise GbR

Die Moorlandschaft Alperstedter Ried ist ein Naturwunder, dessen Erhalt eng mit der Wiedervernässung und einer daran angepassten naturnahen Beweidung verbunden ist. Schon lange bevor der Mensch begann, Weidetiere zu halten, prägten große Pflanzenfresser solche Lebensräume.
Im Alperstedter Ried arbeiten Landwirtschaft und Naturschutz heute auf vorbildliche Weise zusammen. Durch die naturnahe Beweidung entstehen vielfältige und attraktive Landschaften, in denen sich Menschen und Tiere wohlfühlen. Gleichzeitig werden Lebensräume erhalten, die Artenvielfalt gefördert und wichtige natürliche Prozesse gestärkt.
Einen entscheidenden Beitrag dazu leisten die Tierhalterinnen und Tierhalter vor Ort. Mit ihrer Arbeit erbringen sie wertvolle Leistungen für Natur und Gesellschaft. Gleichzeitig übernehmen sie eine große Verantwortung: Ihre Weidetiere müssen das ganze Jahr über – an 365 Tagen – tierwohlgerecht betreut und versorgt werden. Diese Arbeit verdient Anerkennung und eine angemessene finanzielle Wertschätzung.
Wie wichtig der Erhalt solcher Formen der Landbewirtschaftung ist, macht auch das Internationale Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums 2026 deutlich. Denn naturnahe Weidewirtschaft steht vielerorts unter Druck, obwohl sie einen wichtigen Beitrag zu Biodiversität, Klimaschutz und lebendigen Kulturlandschaften leisten kann.
Die Weidelandschaft im Alperstedter Ried steht beispielhaft für dieses Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur – und für eine Situation, von der alle Seiten profitieren.
Mit der Wahl zum Naturwunder 2026 kann die Öffentlichkeit deshalb ein Zeichen setzen: für mehr Bewusstsein und Anerkennung einer Form der Landbewirtschaftung, die Natur schützt, Tierwohl ermöglicht und zugleich einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl leistet.

Die Saalfelder Feengrotten

Abstimmung Saalfelder Feengrotten zum Naturwunder 2026Quelle: Saalfelder Feengrotten und Tourismus GmbH

Die Saalfelder Feengrotten sind erstmals für die Wahl zum „Naturwunder des Jahres“ nominiert. Damit gehören Thüringens bekannteste Schaugrotten zu den neun ausgewählten Naturattraktionen, die 2026 um den bundesweiten Publikumspreis der Heinz Sielmann Stiftung konkurrieren.
Die Naturwunderwahl wird seit 2010 ausgetragen und macht auf außergewöhnliche Naturlandschaften und Geotope in Deutschland aufmerksam. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Heinz Sielmann Stiftung und des Deutschen Wanderverbands wählte aus allen eingereichten Bewerbungen neun Finalisten aus – die Feengrotten sind einer davon. Die Nominierung ist eine besondere Auszeichnung für die Saalfelder Feengrotten und ihre einzigartige Untertagewelt. Aus einem ehemaligen Alaunschieferbergwerk entstand im Laufe der Jahrhunderte eine faszinierende Schaubergwerkslandschaft mit eindrucksvollen Tropfsteinformationen. Laut Guinness World Records gelten die Feengrotten als die „farbenreichsten Schaugrotten der Welt“.

Geschäftsführerin Yvonne Wagner sieht die Wahl auch als Symbol für die Bedeutung der Feengrotten und der Region: „Eine Auszeichnung als ‚Naturwunder des Jahres‘ wäre weit mehr als eine Publikumsentscheidung. Sie würde das Bewusstsein für die geologische Bedeutung und den Schutz besonderer Naturräume stärken und zugleich die Aufmerksamkeit auf Thüringen als das ‚Grüne Herz Deutschlands‘ lenken. Die erstmalige Nominierung erfüllt uns mit Stolz.“



Autor/-in: Jennifer Frömmter
Thüringer Tourismus GmbH
Tourismusnetzwerk Thüringen
Telefon: +49 361 3742236
Email: j.froemmter@thueringen-entdecken.de
BEITRAG VOM:
11. August 2026

Kategorien:
DMO/LMO · Nationale Naturlandschaft · Natur&Aktiv · Tourist Information · TTG


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