Neue Erkenntnisse zum UNESCO-Welterbe in Erfurt
Auf dem Erfurter Rathausparkplatz haben die archäologischen Grabungen des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie begonnen. Sie sind Teil des Projekts „Welterbe entwickeln“, das die Weiterentwicklung und Vermittlung des UNESCO-Welterbes in Erfurt unterstützt.
Seit 2023 gehört das Jüdisch-Mittelalterliche Erbe in Erfurt zum UNESCO-Welterbe. Ziel der aktuellen Untersuchungen ist es, neue Erkenntnisse über die zweite jüdische Gemeinde Erfurts und ihre Geschichte zu gewinnen.
Erste Funde geben Einblicke in das mittelalterliche Erfurt
Bereits in den ersten Tagen der Ausgrabungen wurden Mauerreste des ehemaligen Tanzhauses sowie historische Erdschichten freigelegt. Der aktuelle Grabungsabschnitt umfasst rund 100 Quadratmeter. Für das Jahr 2027 ist ein weiterer Grabungsabschnitt vorgesehen.
Die Grabungen werden voraussichtlich bis zum 18. September 2026 fortgeführt.
Archäologie vor Ort erleben
Ein besonderes Angebot für Interessierte ist das neue Welterbe-Schaufenster „Tanzhayzl“. Der Informationscontainer vermittelt Wissenswertes zu den bisherigen Funden und den laufenden Ausgrabungen. Von einer begehbaren Plattform aus können Besucherinnen und Besucher die Arbeiten der Archäologinnen und Archäologen direkt verfolgen und Archäologie live erleben.
Damit wird das UNESCO-Welterbe nicht nur wissenschaftlich erforscht, sondern auch für Einheimische sowie Gäste anschaulich und erlebbar gemacht.
Führungen während der Denkmaltage
Die Denkmaltage 2026 finden vom 8. bis 13. September unter dem Motto „Netzwerke – Orte verbinden“ statt. Die Führung „Auf Spurensuche der zweiten jüdischen Gemeinde“ gibt Einblicke in die aktuellen archäologischen Grabungen und die bisherigen Erkenntnisse.




























