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Mooshäuschen am Thüringer Meer entsteht neu

Quelle: Alexander Hebenstreit | Landratsamt Saale-Orla-Kreis

Nachdem die Bauarbeiten im Juli begonnen haben, wächst das Wilhelmsdorfer Wahrzeichen am Hohenwarte Stausee Weg Schritt für Schritt wieder an seinem angestammten Platz. Der Neubau orientiert sich am historischen Vorbild und soll künftig nicht nur Wandernden und Ausflugsgästen wieder als Rastplatz dienen, sondern durch eine erneuerte und verbesserte Zuwegung auch noch besser erreichbar sein.

Große Unterstützung für den Wiederaufbau

Der Wiederaufbau folgt auf den verheerenden Brand am 18. August 2025, bei dem das Mooshäuschen bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Die Anteilnahme war weit über die Region hinaus enorm: Innerhalb kürzester Zeit kamen durch eine Spendenaktion des Tourismusverbundes Rennsteig-Saaleland mehr als 60.000 Euro zusammen – und damit die notwendigen Mittel für den Wiederaufbau. Das große Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und zahlreichen Unterstützenden machte deutlich, welchen emotionalen Stellenwert das Mooshäuschen für viele Menschen besitzt, und setzte ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in der Region.

„Wilhelmsdorf ohne Mooshäuschen – das funktioniert einfach nicht. Deswegen bin ich froh, dass die Arbeiten so gut voranschreiten. Mein ausdrücklicher Dank hierfür gilt allen Spenderinnen und Spendern sowie insbesondere denjenigen, die sich mit handwerklichem Geschick und Know-how, der Bereitstellung von Technik oder auch auf andere Weise aktiv für den Wiederaufbau einbringen“, sagte Landrat Christian Herrgott bei einem Vor-Ort-Termin.

Feierliche Einweihung am 23. August

Feierlich eingeweiht wird das neue Mooshäuschen am 23. August um 10 Uhr – am Tag nach dem Wilhelmsdorfer Dorffest. Bereits am Vortag (Samstag, 22. August) sind alle Interessierten zwischen 13 und 17 Uhr eingeladen, mit selbst geschnitzten Stecken an der Vollendung des Häuschens mitzuwirken. Die naturbelassenen Holzstücke sollten eine Länge von etwa eineinhalb bis drei Metern und einen Durchmesser von zwei bis vier Zentimetern haben. Wer möchte, kann kleine Botschaften in das Holz schnitzen. Die Stecken werden im Inneren des Häuschens befestigt, bevor im Herbst das namensgebende Moos zwischen den Stecken und den Wänden angebracht wird.

Mit dem Wiederaufbau kehrt nicht nur ein beliebter Rastplatz am Hohenwarte Stausee zurück, sondern auch ein Stück regionaler Identität. Seit Jahrzehnten ist das Mooshäuschen ein besonderer Anlaufpunkt für Wandernde am Wichtelweg und begeistert mit seiner einzigartigen Bauweise und der lebendigen Tradition, die es mit jedem neuen Moosstück weiterwachsen lässt.



Autor/-in: Susann Eberlein
Regionalverbund Thüringer Wald e.V.
Pressestelle | Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 173 5645406
Email: presse@thueringer-wald.com


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