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Bleisure Travel und Workation: Chancen für Thüringen

Quelle: KI erstellt | Thüringer Tourismus GmbH

Wenn Geschäftsreisen zu Freizeitaufenthalten werden

Geschäftsreisen können für Destinationen mehr sein als ein kurzer beruflicher Aufenthalt. Der erste „Bleisure & Workation Monitor Deutschland“ zeigt: Viele Geschäftsreisende verbinden berufliche Termine bereits heute mit privaten Aktivitäten oder arbeiten zeitweise von einem Urlaubsort aus. Für Thüringen ergeben sich daraus neue Chancen, Gäste länger im Land zu halten und sie für spätere Urlaubsreisen zu gewinnen.

Das Convention Bureau Thüringen war bei der Ergebnispräsentation des Forschungsprojekts am 24. Juni 2026 in der Rheingoldhalle Mainz vertreten. Der Monitor wurde von der IU Internationalen Hochschule gemeinsam mit Partnerregionen und Praxisunternehmen durchgeführt.

Was bedeuten Bleisure Travel und Workation?

Bleisure Travel verbindet Geschäftsreise und Freizeit. Geschäftsreisende reisen beispielsweise früher an, verlängern den Aufenthalt nach einem Termin oder nehmen Partner, Familie oder Freunde mit. Laut Monitor nutzen bereits 44 Prozent der deutschen Geschäftsreisenden Bleisure Travel. 59 Prozent planen in den kommenden zwölf Monaten eine solche Reise. Im Durchschnitt verlängern Bleisure-Gäste ihre Geschäftsreise um zwei Nächte.

Workation bedeutet ortsunabhängiges Arbeiten an einem Urlaubsort. Arbeits- und Freizeitphasen wechseln sich dabei am selben Aufenthaltsort ab. 22 Prozent der befragten Geschäftsreisenden haben bereits Workation-Angebote genutzt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei sechs Tagen.

Potenzial für Thüringer Regionen und Betriebe

Besonders interessant für Thüringen: Bleisure Travel und Workation funktionieren nicht nur in Großstädten. Auch ländliche Regionen mit hoher Aufenthaltsqualität, guter Erreichbarkeit, attraktiven Natur- und Freizeitangeboten sowie verlässlicher digitaler Infrastruktur können davon profitieren.

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Wer Arbeit und Freizeit vor Ort verbindet, kehrt häufiger privat zurück. Während 51 Prozent aller Geschäftsreisenden später noch einmal privat an die Geschäftsreisedestination reisen, liegt der Anteil bei Bleisure-Reisenden bei 63,5 Prozent und bei Workation-Gästen bei 64 Prozent.

„Viele Destinationen und Betriebe haben diese Zielgruppen bereits im Haus, ohne sie gezielt auf Bleisure- und Workation-Angebote anzusprechen. Genau darin liegen erhebliche Wachstumschancen für den Deutschlandtourismus: Die Gäste sind bereits vor Ort – aus Geschäftsreisenden können zusätzliche Freizeitgäste und Wiederkehrer werden“, so Prof. Dr. Peter Neumann von der IU Internationalen Hochschule.

Angebote sichtbar machen

Der Monitor zeigt auch: Die Nachfrage ist vorhanden, doch konkrete Angebote fehlen vielerorts noch. Knapp 80 Prozent der befragten Beherbergungsbetriebe haben bisher keine spezifischen Bleisure-Angebote.

Dabei können oft schon bestehende Leistungen gebündelt und sichtbarer gemacht werden. Dazu gehören zum Beispiel Verlängerungsnächte, flexible An- und Abreisezeiten, Hinweise auf Kultur- und Freizeitangebote, Tipps für Begleitpersonen oder geeignete Arbeitsplätze mit stabiler Internetverbindung.

Das Convention Bureau Thüringen wird das Thema Bleisure Travel und Workation künftig weiter aufgreifen und gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern im Thüringer Tourismus prüfen, wie entsprechende Angebote und Netzwerke gestärkt werden können.

Sie möchten informiert bleiben oder sich zum Thema Bleisure Travel und Workation austauschen?
Dann melden Sie sich gern:

Julia Überhagen
Convention Bureau Thüringen
Tel.: +49 (0) 361 3742239
E-Mail: j.ueberhagen@thueringen-entdecken.de

Aktuelle Informationen rund um Bleisure Travel und Workation erhalten Sie außerdem über den Convention Bureau Newsletter:
#newsletter



Autor/-in: Julia Überhagen
Thüringer Tourismus GmbH
Convention Bureau
Telefon: +49 361 3742239
Email: j.ueberhagen@thueringen-entdecken.de
BEITRAG VOM:
6. Juli 2026

Kategorien:
Beherbergung · DMO/LMO · Marktforschung · Seminar · Studien · Tagungen/Kongresse · TTG


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