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Tourismustag Saale-Unstrut: Qualität, die bleibt

Quelle: Saale-Unstrut Tourismus

4. Tourismustag Saale-Unstrut: Qualität als gemeinsame Aufgabe im Tourismus

 

Auf der Leuchtenburg diskutierten touristische Akteure aus Saale-Unstrut über Gastfreundschaft, Barrierefreiheit und ein gemeinsames Qualitätsverständnis für die gesamte Gästereise. Die Saale-Unstrut Tourismus GmbH hatte am Donnerstag, den 11. Juni 2026, zum 4. Tourismustag Saale-Unstrut auf die Leuchtenburg in Seitenroda geladen. Der Tourismustag stand unter dem Motto „Qualität, die bleibt“.

Qualität neu denken: Mehr als Standards und Service

Mit dem 4. Tourismustag Saale-Unstrut rückte die Saale-Unstrut Tourismus GmbH ein Thema in den Mittelpunkt, das für die touristische Entwicklung von Destinationen zunehmend an Bedeutung gewinnt: Qualität. Unter dem Motto „Qualität, die bleibt“ kamen auf der Leuchtenburg in Seitenroda touristische Leistungsträger, Kommunen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie weitere Partner der Region zusammen, um über die Zukunft touristischer Qualität zu diskutieren.

Deutlich wurde dabei: Qualität wird heute nicht mehr allein an Ausstattung, Klassifizierungen oder einzelnen Serviceleistungen gemessen. Vielmehr entscheidet die gesamte Gästereise darüber, ob ein Aufenthalt positiv in Erinnerung bleibt – vom ersten Kontakt über die Anreise bis hin zum Erlebnis vor Ort.

„Qualität entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch ein gemeinsames Verständnis davon, was Gäste heute brauchen und morgen erwarten. Als Region möchten wir Angebote schaffen, die berühren, Orientierung geben und Vertrauen stärken“, betont Antje Peiser, Geschäftsführerin der Saale-Unstrut Tourismus GmbH.

Antje Peiser - Geschäftsführerin Saale-Unstrut Tourismus GmbHQuelle: Saale-Unstrut Tourismus GmbH

Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal für alle Gäste

Einen besonderen Akzent setzte die Keynote von Verena Bentele, Weltbehindertensportlerin, Speakerin und Expertin für Inklusion. Unter dem Titel „Ohne Hürden ganz nach oben – Mit Offenheit zur Goldmedaille für Qualität“ sprach sie darüber, warum Barrierefreiheit weit mehr ist als die Beseitigung baulicher Hindernisse. Vielmehr sei Offenheit gegenüber unterschiedlichen Bedürfnissen von Gästen ein entscheidender Faktor für gelebte Qualität.

Anhand persönlicher Erfahrungen und Beispiele aus ihrem beruflichen und sportlichen Werdegang verdeutlichte Verena Bentele, dass Zugänglichkeit nicht nur Menschen mit Behinderungen zugutekommt. Familien mit Kinderwagen, ältere Reisende oder Gäste mit temporären Einschränkungen profitieren gleichermaßen von verständlichen Informationen, guter Orientierung und barrierearmen Angeboten. Damit wird Barrierefreiheit zu einem wichtigen Bestandteil einer zukunftsfähigen Tourismusentwicklung.

Die Keynote machte deutlich, dass Qualität dort entsteht, wo touristische Angebote konsequent aus Sicht der Gäste gedacht werden. Barrierefreiheit wurde dabei nicht als Zusatzangebot verstanden, sondern als selbstverständlicher Bestandteil eines positiven Gästeerlebnisses und als Chance, neue Zielgruppen zu erreichen.

Gruppenbild Antje Peiser, Verena Bentele, Irene Schmidt, Johan Waschnewski

Impulse aus der Praxis: Gastfreundschaft und Barrierefreiheit im Fokus

Neben den Fachvorträgen bot der Tourismustag mehrere Impulse aus der touristischen Praxis. Dabei wurde deutlich, dass Qualität vor allem dort entsteht, wo Angebote konsequent an den Bedürfnissen der Gäste ausgerichtet werden.

Unter dem Titel „Service kann jeder. Gastgeber nicht.“ beleuchteten Mareile Braun, Inhaberin von Braun Coaching, und Torsten General, Inhaber des Weinhotels Freylich Zahn, des Genusskontors und der Domfreyheit, die Bedeutung echter Gastfreundschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Gastgeber und Gastgeberinnen durch Haltung, Aufmerksamkeit und persönliche Begegnungen nachhaltige Gästeerlebnisse schaffen können.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Zugänglichkeit touristischer Angebote. In ihrem Impuls „Reisen für Alle – Zugänglichkeit sichtbar machen“ zeigten Peggy Fauß von der Thüringer Tourismus GmbH und Sandra Herrmann vom Behindertenverband Saale-Orla-Kreis e. V., wie Betriebe und Einrichtungen ihre barrierefreien Angebote transparent kommunizieren können. Vorgestellt wurde dabei das bundesweite Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“, das Gästen verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit bietet und touristische Betriebe bei der Qualitätsentwicklung unterstützt.

Weiterführende Informationen

„Für uns bedeutet Qualität, Menschen den Zugang zu diesem besonderen Ort zu erleichtern und ihnen ein Erlebnis zu ermöglichen, das im Gedächtnis bleibt“, erklärt Dr. Ulrike Kaiser, Direktorin der Stiftung Leuchtenburg.

Ulrike Kaiser, Direktorin der Stiftung LeuchtenburgQuelle: Stiftung Leuchtenburg

Wie Barrierefreiheit in der Praxis umgesetzt werden kann, verdeutlichte anschließend der Beitrag „Best Practice – Die Leuchtenburg auf dem Weg zu mehr Zugänglichkeit“. Sven-Erik Hitzer, Stifter und Vorstand der Stiftung Leuchtenburg, sowie Dr. Ulrike Kaiser, Direktorin der Stiftung Leuchtenburg, gaben Einblicke in die Weiterentwicklung der historischen Burganlage. Die Teilnehmenden erhielten dabei auch die Möglichkeit, den neuen Schrägaufzug im Rahmen einer Probefahrt kennenzulernen, dessen offizielle Eröffnung für den Herbst 2026 vorgesehen ist.

Im Rahmen des Tourismustages wurden zudem Urkunden der Kennzeichnung „Reisen für Alle“ an zertifizierte Betriebe und Einrichtungen übergeben. Damit wurde das Engagement der Akteure für mehr Barrierefreiheit und Servicequalität in der Region sichtbar gewürdigt:

Übergabe der Urkunden Reisen für alle; mehrere Personen stehen auf einer Bühne und lächeln, eine Frau rechts spricht

Workshops: Qualität aus Sicht der Gäste erleben

Unter der Leitung von Mareile Braun und Torsten General beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie aus alltäglichen Gästekontakten besondere Erlebnisse entstehen können. Im Fokus standen Gastfreundschaft, Servicekultur und emotionale Berührungspunkte entlang der Customer Journey.

Isabell Decker diskutierte mit den Teilnehmenden, wie Qualitätsmanagement über Standards hinausgehen kann. Im Mittelpunkt standen die konsequente Ausrichtung auf Gästeerwartungen und die glaubwürdige Kommunikation von Qualität.

Sandra Herrmann und ihre Begleiter ermöglichten einen praxisnahen Perspektivwechsel. Die Teilnehmenden erlebten unmittelbar, mit welchen Herausforderungen mobilitätseingeschränkte oder sehbehinderte Gäste konfrontiert werden und welche Verbesserungen touristische Angebote zugänglicher machen können.

Qualität als langfristiger Entwicklungsprozess

Der Tourismustag machte deutlich, dass Qualität kein abgeschlossenes Projekt ist, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Sie entsteht durch das Zusammenspiel vieler Akteure und zeigt sich in zahlreichen kleinen Entscheidungen des touristischen Alltags. Die gewonnenen Impulse sollen nun in die weitere Arbeit der Saale-Unstrut Tourismus GmbH und ihrer Partner einfließen.

Ziel ist es, Qualität in der Destination noch stärker sichtbar und erlebbar zu machen – in der Angebotsentwicklung, der Kommunikation, der Barrierefreiheit und der täglichen Begegnung mit Gästen.



Autor/-in: Heidi Heldt
Saale-Unstrut Tourismus GmbH
Marketing und Pressearbeit
Telefon: +49 3445 233791
Email: heldt@saale-unstrut-tourismus.de

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