Richtfest für die Spielerlebniswelt „Yosephinum“: Altenburgs neue Spielewelt nimmt Gestalt an
Mit dem Richtfest für die neue Spielerlebniswelt Yosephinum ist am 8. Mai 2026 ein wichtiger Meilenstein für eines der zentralen Tourismus- und Stadtentwicklungsprojekte Altenburgs erreicht worden. Nach dem abgeschlossenen Rohbau folgen in den kommenden Monaten der Innenausbau, die Fassadenarbeiten und die weitere Ausgestaltung der künftigen Erlebnisbereiche. Das historische Josephinum, einst Parlament des Herzogtums Sachsen-Altenburg, wird dafür umfassend saniert, umgebaut und durch einen modernen Anbau ergänzt.
Ein Erlebnisort rund um die Welt des Spiels
Auf rund 3.500 Quadratmetern entsteht eine multimediale Erlebniswelt zur Geschichte und Gegenwart des Spiels. Besucherinnen und Besucher sollen künftig auf drei Etagen und in 20 Themenräumen in die Welt von Karten- und Brettspielen, Flippern und virtuellen Games eintauchen können. Geplant sind außerdem eine Ausstellung, eine Lounge für geselliges Spielen vor Ort sowie ein multifunktionaler Raum für kreative Veranstaltungsformate.
Nach aktuellem Stand ist die Eröffnung für Anfang 2028 vorgesehen. Bis dahin wächst im Herzen Altenburgs Schritt für Schritt ein Ort, der die lange Spieltradition der Stadt zeitgemäß erlebbar macht und neue Besuchsanlässe schafft.
Ein starkes Profil für Altenburg
Aus Sicht des Tourismusverbandes Altenburger Land e.V. liegt darin eine besondere Chance. Altenburg verfügt mit seiner rund 500-jährigen Kartenmacher-Tradition, der Erfindung des Skatspiels im Jahr 1813 sowie dem Sitz des Internationalen Skatgerichts und des Deutschen Skatverbands über ein klares Alleinstellungsmerkmal. Das Yosephinum macht diese Geschichte nicht nur sichtbar, sondern übersetzt sie in ein modernes Erlebnisangebot für Familien, Kulturinteressierte, Spielbegeisterte, Gruppenreisende und Schulklassen.
Für die touristische Entwicklung kann das Projekt wichtige Impulse setzen. Schätzungen gehen von rund 75.000 Gästen pro Jahr aus. Davon können auch Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel und regionale Anbieter profitieren. Gleichzeitig bietet das Yosephinum die Möglichkeit, Besucherinnen und Besucher stärker mit weiteren Angeboten in Altenburg und im Altenburger Land zu verbinden — vom Residenzschloss über die historische Altstadt und Museen bis hin zu Rad- und Wanderwegen, Ausflugszielen, regionalen Produkten und Veranstaltungen.
Neue Perspektiven für die Region
Das Richtfest zeigt damit nicht nur den Fortschritt eines Bauprojekts, sondern auch die Weiterentwicklung Altenburgs als Kultur- und Erlebnisstadt. Gemeinsam mit weiteren Zukunftsvorhaben, darunter die geplante Landesgartenschau 2032, kann das Yosephinum dazu beitragen, die Stadt und das Altenburger Land überregional noch stärker wahrnehmbar zu machen.
Die Investition von rund 25 Millionen Euro, davon etwa 22 Millionen Euro Fördermittel, unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens für Stadtentwicklung, Kultur und Tourismus. Aus einer lange leerstehenden historischen Immobilie entsteht ein neuer Erlebnisort, der Geschichte bewahrt, Begegnung ermöglicht und neue Perspektiven für die touristische Zukunft der Region eröffnet.




























