ⓘQuelle: Thüringer Tourismus GmbHMit rund 3,9 Millionen Ankünften und 10,1 Millionen Übernachtungen lag der Thüringen-Tourismus 2025 auf Vorjahresniveau. Bei der Übernachtungsentwicklung gegenüber dem Vorjahr platziert sich Thüringen mit -0,2 % im Mittefeld der Bundesländer und leicht unter dem bundesweiten Durchschnitt von +0,3 %. Mit dem Saarland (+4,5 %), Bremen (+3,4 %) und Hamburg (+2,1 %) lagen erneut Staatstaaten oder städtisch geprägte Bundesländer vorn. Auf den Plätzen vier bis sechs folgten das ebenfalls städtisch geprägte Nordrhein-Westfalen sowie die beiden Küstenbundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
2025 wurden, wie schon im Vorjahr, in acht der zwölf Monate höhere Übernachtungszahlen als im Vorjahr verzeichnet. Die Rückgänge im März sind vor allem auf die spätere Lage der Osterferien zurückzuführen, im Mai wirken sich in Teilen verschobene Pfingstferien aus. Neben dem Februar konnte auch im besucherstarken Juli das Vorjahresniveau nicht erreicht werden. Von September bis Dezember lagen die Übernachtungen durchweg im Plus. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei der Dezember mit einem Zuwachs von +3,9 %, was vor allem auf starke Zahlen in Erfurt, dem Weimarer Land und in der Welterberegion Wartburg-Hainich zurückzuführen ist.
Erfurt erzielte 2025 mit einem Übernachtungsplus von +5,0 % erneut ein Spitzenergebnis und überschritt damit bereits zum zweiten Mal die Marke von einer Million Übernachtungen. Besonders deutlich fiel der Zuwachs im Dezember aus, als die Stadt mit +16,0 % nochmals kräftig zulegte. Ebenfalls über dem Vorjahresniveau lagen die Thüringer Rhön (+1,3 %) sowie das Weimarer Land (+0,8 %). Knapp darunter blieben das Altenburger Land (-0,6 %), Weimar (-0,7 %) und der Thüringer Wald (-0,8 %). In den übrigen vier Regionen bewegten sich die Rückgänge zwischen -1,8 % im Thüringer Vogtland und -2,4 % in der Region Südharz-Kyffhäuser.
Wie bereits im Jahr 2024 konnten die Übernachtungszahlen aus dem Ausland nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Sie gingen um 0,9 % zurück und damit etwas weniger stark als bundesweit (-2,0 %). Die Niederlande avancierten mit einem Übernachtungsplus von 2,2 % wieder zum Top-Quellmarkt und kam auf knapp 75.000 Übernachtungen. Auf dem zweiten Platz lag Polen mit rund 72.000 Übernachtungen (-2,7 %). Die Übernachtungszahlen aus der Schweiz gingen wie bereits im Vorjahr zurück (-2,2 %). Aus Österreich gab es hingegen ein Plus von 3,4 %. Beim Volumen liegen beide Länder mit 42.000 bzw. 43.000 Übernachtungen auf einem Niveau.
Auf den Plätzen fünf bis sieben rangieren die USA (+1,2 %), Frankreich (+6,5 %) und Belgien (+15,9 %), wobei insbesondere Frankreich und Belgien 2025 deutlich zulegten. Einen markanten Einbruch gab es hingegen aus dem Vereinigten Königreich: Dort sanken die Übernachtungszahlen um mehr als ein Viertel, sodass das Land die Top 10 der Quellmärkte nur noch knapp erreichte. Dies hängt u.a. mit der EM 2024 zusammen, wo die englische Fußballnationalmannschaft ihr Quartier im Weimarer Land bezogen und somit viele Gäste aus dem Vereinigten Königreich angezogen hat.
Der Großteil der Betriebstypen verfehlte 2025 das Vorjahresergebnis. Stabilisierend wirkten die Übernachtungszuwächse bei den Vorsorge-/Rehakliniken (+2,1 %) sowie bei den volumenstarken Hotels/Hotels garnis (+1,0 %), die rund die Hälfte aller Übernachtungen generierten. Damit schnitten die Hotels/Hotels garnis in Thüringen positiver ab als bundesweit. Den in den Vorjahren besonders beliebten autarken Unterkunftsformen Camping und Ferienhäuser/-wohnungen gelang dies nicht. Während sie bundesweit weiterhin Zuwächse vermeldeten, gingen die Übernachtungszahlen in Thüringen sowohl im Campingsegment (-1,7 %) als auch bei den Ferienhäusern/-wohnungen
(-6,1 %) zurück. Bei den Gruppenunterkünften zeigte sich auch 2025 sowohl in Thüringen als auch bundesweit keine Trendumkehr. Besonders starke Einbrüche gab es bei den Erholungs- und Ferienheimen, wo fast jede vierte Übernachtung wegbrach.
Thüringen belegte bei der Auslastung der Schlafgelegenheiten im ostdeutschen Ländervergleich erneut Rang zwei. Gegenüber dem Vorjahr ging die Auslastung um 0,2 Prozentpunkte auf 34,5 % zurück. Höhere Werte erreichte lediglich Sachsen mit 37,9 %. Im Bundesdurchschnitt lag die Auslastung 2025 bei 37,8 % und damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr.
Teil 2 des Newsletters zu Tagesreisen und Freizeitwirtschaft wird am 06.03.2026 als Beitrag veröffentlicht.
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ⓘQuelle: Lisa Machalett | Regionalverbund Thüringer Wald e.V.Das Baumpflanzprojekt „Lebe deinen Baum“ des Regionalverbunds Thüringer Wald ist in Drognitz in die neue Saison gestartet. Weitere Pflanzaktionen folgen am Wochenende.
ⓘQuelle: Thüringer Tourismus GmbHTagesreisen haben weiterhin eine hohe Bedeutung. Die Thüringer Freizeitwirtschaft vermeldet mit einem Besuchendenanstieg von +4,3 % positive Zahlen.
ⓘQuelle: Udo Bernhart | Thüringer Tourismus GmbHTouristische Kennzahlen im Thüringer Wald: Erstmals liegen für die abgeschlossene Wintersaison aussagekräftige Auswertungen mit Daten aus 34 Tourismusorten vor.