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Gastgewerbe Trend-News [1|2026]

Quelle: TTG

Impulse, Insights und Neuigkeiten für Thüringer Gastgeber und Gastgeberinnen kurz zusammengefasst.

Die Erde als grüner Globus liegt in der Hand einer Person und steht symbolisch für die Nachhaltigkeit.Quelle: pixabay

2026: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und strategische Fokussierung als Schlüssel zum Erfolg in der Hospitality-Branche

Zum Jahresausklang 2025 wurden von Tophotel zwölf namenhafte Branchenvertreter zu ihren Ausblicken und Entwicklungsrichtungen befragt. Die wichtigsten Fokusthemen der HoGa sind:

  • Vorsichtig optimistischer Branchenausblick: Trotz hoher Kosten, geopolitischer Unsicherheiten und wirtschaftlicher Stagnation zeigen sich viele Betreiber für 2026 zuversichtlich – nicht zuletzt wegen der angekündigten Mehrwertsteuersenkung auf Speisen
  • Transformation statt Stillstand: Betreiber wie B&B Hotels setzen auf Markenentwicklung und ein verbessertes Gästeerlebnis entlang der gesamten Guest Journey – inklusive neuer Schulungsangebote über eine eigene Academy
  • Marktbedingungen bleiben anspruchsvoll: Der Hotelverband Deutschland (IHA) betont, dass auch leichte Übertreffungen der Vorjahreszahlen ein Erfolg wären, und fordert stärkeres Engagement bei Digitalisierung und fairer Marktregulierung
  • Digitalisierung & Nachhaltigkeit im Fokus: Viele Anbieter investieren in digitale Lösungen, automatisierte Prozesse und Nachhaltigkeitsinitiativen, um Effizienz zu steigern und Wettbewerbsvorteile zu sichern
  • Strategische Schwerpunkte
    • Ausbau von Mitarbeiterschulungen, Qualitätsmanagement & Markenstärkung
    • Nutzung von KI in Gästekommunikation und Systemen
    • Diversifizierung in MICE und Leisure‑Segmente
    • Fokus auf Direktbuchungen und digitale Gästewerkszeuge

Learning: 2026 wird ein Jahr, das von Effizienz, Digitalisierung und klaren strategischen Prioritäten geprägt ist – bei gleichzeitigem Blick auf Kostendruck, Nachfrageverhalten und regulatorische Herausforderungen.

 

Wasserglas mit StrohhalmQuelle: Pixabay

Deutsche Hotelakademie: Neue Lehrgänge 2026

Die Deutsche Hotelakademie (DHA) baut ihr Weiterbildungsprogramm ab 2026 weiter aus und führt drei neue berufsbegleitende Lehrgänge für die Hotellerie- und Gastronomiebranche ein. Mit dem erweiterten Angebot reagiert die Akademie auf die steigenden Anforderungen im MICE- und Veranstaltungsverkauf sowie im Bereich Food & Beverage.

In Zusammenarbeit mit der HSMA Deutschland e.V. hat die DHA zwei praxisorientierte Programme für Fach- und Führungskräfte im Convention Sales entwickelt: den viermonatigen „Convention Sales Professional (DHA)“, der im Februar 2026 startet, und den sechsmonatigen Lehrgang „Senior Manager Convention Sales (DHA)“, der im Juni folgt. Ergänzend wird ab Januar 2026 der digitale Experten-Talk „Convention Connect“ in Kooperation mit der HSMA angeboten.

Für Profis im Food-&-Beverage-Bereich steht im Juni 2026 der neue Lehrgang „Certified Bartender (DHA)“ auf dem Programm, der gemeinsam mit Initiatoren des Bar Symposium Cologne entwickelt wurde und essentielle Kenntnisse von Spirituosenkunde über Rezeptentwicklung bis zu aktuellen internationalen Trends vermittelt.

Zur Anmeldung

Mit Gläsern, Tellern und Besteck gedeckter Tisch für zwei Personen in RestaurantQuelle: Thüringer Tourismus GmbH

Nachgefragt: Gästeerwartungen im Restaurant

Eine aktuelle Umfrage von Lightspeed macht deutlich: Restaurantgäste in Deutschland und anderen europäischen Ländern legen vor allem auf die klassischen Grundlagen besonderen Wert.

Basics, die Gäste wirklich schätzen: Sauberkeit, Service & Tempo im Fokus

  • Klassische Erwartungen zählen: Für Gäste stehen grundlegende Faktoren beim Restaurantbesuch im Vordergrund – Freundlichkeit, Hygiene und ein zügiger Ablauf entscheiden oft schneller über Zufriedenheit als ausgefallene Konzepte.
  • Sauberkeit als Top-Kriterium: Mehr als die Hälfte der deutschen Restaurantbesucher (56 %) nennt Sauberkeit als wichtigstes Merkmal, bevor sie Platz nehmen.
  • Service-Qualität wirkt: Aufmerksames, höfliches Personal steht mit 47 % ganz oben auf der Gästeliste – ein klarer Treiber für positives Erlebnis und Wiederkehr.
  • Transparenz & Ambiente: Klare Preise (40 %) und angenehme Geräuschkulisse (26 %) beeinflussen die Gesamtwahrnehmung des Restaurantbesuchs.
  • No-Go’s im Restaurant: Gäste sind besonders schnell verärgert durch unhöfliches Personal (45 %), klebrige Tische/Speisekarten (37 %), kaltes Essen (31 %) und lange Wartezeiten (26 %).
Japanerin im roten Kimono und mit gleichfarbigen SonnenschirmQuelle: sasint | Pixabay

Hospitality-Learnings aus Fernost

Trend-Insights aus Japan: Japan gilt als Zukunftslabor der Hotellerie – zwischen Tradition, Hightech und Transformation entstehen neue Hospitality-Modelle, die Trends wie Hyper-Individualisierung und hybride Service-Ökosysteme vorwegnehmen, denn in Japan werden Kultur, Technologie und Serviceinnovation verbunden – und liefern Hoteliers konkrete Inspirationen für zukunftsfähige Gästestrategien.

Dual-Brand-Konzepte: Beispiele wie The Lively Hakata & The Millennials Fukuoka zeigen, wie unterschiedliche Gästebedürfnisse (Lifestyle vs. Tech-affine Gäste) unter einem Dach kombiniert werden können.

Hightech-Wellness neu gedacht: Im Rusutsu Resort verschmelzen traditionelle Onsen-Kultur mit digitalem Lifestyle-Wellness – KI-Massagesessel, Projection-Mapping-Whirlpools und personalisierte Erholungserlebnisse.

Omotenashi neu interpretiert: Im Boutiquehotel Sowaka in Kyoto steht die japanische Gastfreundschaftsphilosophie im Mittelpunkt: diskreter Service, saisonale Details und unsichtbare, hilfreiche Technik.

Automatisierung mit Menschlichkeit: Roboter-Check-ins und automatisierte Services, z. B. im Henn na Hotel Osaka, reduzieren Routinetätigkeiten und schaffen Raum für echte menschliche Begegnungen.

Hybride Guest Journeys: Konzepte wie Smart Tokens auf der World Expo Osaka 2025 zeigen, wie digital personalisierte Gästereisen hotelübergreifend Bindung schaffen können.

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Logo & Kürzel BGNQuelle: BGN

Digitaler Unterweisungsplaner

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hat einen digitalen Unterweisungsplaner veröffentlicht. Das kostenfreie Tool unterstützt Betriebe dabei, gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsschutzunterweisungen einfach zu planen, zu dokumentieren und umzusetzen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren von der strukturierten und zeitsparenden Lösung. Mehr Informationen

Auf einem blauen Hintergrund sind drei weiße Paragrafen-Zeichen in unterschiedlicher Größe zu sehen.Quelle: Thüringer Tourismus GmbH

Arbeitgeber: Neue Informationspflicht bei Anwerbung von Mitarbeitern aus Drittstaaten

Seit dem 1. Januar 2026 gelten in Deutschland erweiterte Informationspflichten für Betriebe, die Personal aus Nicht-EU-Staaten anwerben. Arbeitgeber müssen Drittstaatsangehörige bereits während des Anwerbeprozesses über bestehende arbeits- und sozialrechtliche Beratungsangebote informieren.

  • Neue Informationspflicht für Arbeitgeber: Unternehmen müssen künftig umfassender über Arbeitsbedingungen informieren, wenn sie Arbeitskräfte aus Drittstaaten anwerben.
  • Ziel der Regelung: Schutz ausländischer Beschäftigter vor Ausbeutung sowie mehr Transparenz und Fairness im Anwerbeprozess.
  • Pflichtangaben vor Vertragsabschluss: Dazu zählen unter anderem Informationen zu Arbeitszeiten, Vergütung, Unterkunft, Sozialversicherung und Kosten der Anwerbung.
  • Gilt auch für Gastronomie und Tourismus: Besonders relevant für Betriebe, die Personal aus Nicht-EU-Staaten beschäftigen.
  • Erhöhter Dokumentationsaufwand: Arbeitgeber müssen die Informationen schriftlich bereitstellen und nachweisen können.
  • Rechtsfolgen bei Verstößen: Bei Nichteinhaltung drohen Sanktionen.

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F&B

zwei Teller mit Salat und Vorspeise werden serviertQuelle: Pexels

Internorga Food Zoom

Regionale Wurzeln und internationale Impulse, technologische Innovationen und Wohlbefinden: Der Internorga Food Zoom 2026 zeigt, welche Entwicklungen und kulinarischen Trends die Hotellerie und Gastronomie künftig prägen werden.

Die jährlich erstellte Trendanalyse entsteht in Zusammenarbeit mit Karin Tischer vom Forschungs- und Entwicklungsinstitut Food & More in Kaarst. Erweitert wurde der Food Zoom in diesem Jahr um die Themenfelder „Hospitality Design“, begleitet von Corinna Kretschmar-Joehnk (Joi Design), sowie „Digitalisierung in der Profiküche“ mit fachlichem Input von Markus Tust von der Soda Group.

Die Schwerpunkte sind:

  • Nachhaltigkeit wird zum Standard: Nachhaltiges Wirtschaften ist kein Zusatz mehr, sondern Grundvoraussetzung. Dazu zählen regionale Lieferketten, weniger Lebensmittelverschwendung und ein bewusster Ressourceneinsatz.
  • Reduzierte, klare Konzepte setzen sich durch: Schlankere Speisekarten, klare Positionierung und Konzentration auf das Wesentliche steigern Effizienz und Qualität.
  • Digitalisierung als Entlastung im Alltag: Digitale Lösungen unterstützen Prozesse wie Bestellung, Reservierung, Personalplanung und Warenwirtschaft und helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen.
  • Erlebnis und Atmosphäre gewinnen an Bedeutung: Gäste suchen Authentizität, Persönlichkeit und Aufenthaltsqualität. Die Rolle des Gastgebers rückt wieder stärker in den Fokus.
  • Preisbewusstsein bei gleichbleibendem Qualitätsanspruch: Gäste achten stärker auf Preise, erwarten aber weiterhin Qualität, Transparenz und ein stimmiges Gesamtangebot

Die vorgestellten Trends werden vom 13. bis 17. März 2026 auf der internationalen Leitmesse für Hospitality und Foodservice in Hamburg präsentiert.

 

zwei Teller mit Salat und Vorspeise werden serviertQuelle: Pexels

Gastro-Trendreport 2026/27

Der Gastro-Trendreport 2026/27 vom Branchenexperten Pierre Nierhaus macht deutlich, wie stark Kostensteigerungen, Fachkräftemangel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und veränderte Gästeerwartungen die Gastronomie im Wandel prägen. Der Report ist zugleich als Impuls und Aufforderung zu verstehen. Nierhaus unterstreicht die Bedeutung einer klaren Positionierung und plädiert für Mut und Zuversicht. Wer Gastronomie ganzheitlich denkt, schafft die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft. Denn die gute Botschaft lautet: Essen und Trinken ist der Klebstoff der Gesellschaft und Gastgebende sind menschliche Anker in einer zunehmend digitalen und distanzierten Welt.

Key Facts:

  • Kosten- und Preisdruck bleibt hoch: Steigende Energie-, Waren- und Personalkosten zwingen Betriebe zu effizienteren Strukturen und klarer Preiskommunikation.
  • Fachkräftemangel als Dauerproblem: Arbeitgeberattraktivität, bessere Arbeitsbedingungen und Qualifizierung gewinnen weiter an Bedeutung.
  • Digitalisierung wird Standard: Digitale Kassensysteme, Warenwirtschaft, Reservierungs- und Bestelltools sowie Künstliche Intelligenz unterstützen Prozesse und sparen Zeit.
  • Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor: Ressourcenschonung, regionale Lieferketten und weniger Lebensmittelverschwendung werden von Gästen zunehmend erwartet.
  • Verändertes Gästeverhalten: Gäste achten stärker auf Preis-Leistung, Transparenz, Herkunft der Produkte und individuelle Erlebnisse.
  • Konzentration auf Kernangebote: Schlankere Speisekarten und klare gastronomische Konzepte setzen sich durch.
  • Erlebnis und Qualität zählen: Atmosphäre, Servicequalität und Authentizität werden wichtiger als reine Quantität.

 

Ein Koch schneidet Gemüse in einer Gastronomieküche.Quelle: Pixabay

Deutsche wollen häufiger essen gehen

Die große Mehrheit der Bundesbürger erwartet trotz der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie keine sinkenden Preise. Gleichzeitig plant fast jeder Vierte, künftig häufiger essen zu gehen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen. Die zentralen Ergebnisse im Überblick:

  • Mehr Ausgaben für Gastronomie geplant: Ein Großteil der Deutschen möchte künftig häufiger auswärts essen gehen.
  • Essen gehen bleibt wichtiger Teil der Freizeitgestaltung und wird trotz Inflation nicht grundsätzlich infrage gestellt.
  • Preisbewusstsein steigt: Gäste achten stärker auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Schnellere Entscheidungen für oder gegen einen Besuch: Qualität, Service und Atmosphäre beeinflussen die Wahl stärker als früher.
  • Alltagstaugliche Gastronomie gefragt: Bezahlbare Angebote und unkomplizierte Konzepte gewinnen an Bedeutung.
  • Regionale Unterschiede relevant: Stadt- und Tourismusregionen profitieren stärker von der steigenden Ausgehbereitschaft.
  • Chancen für touristische Regionen: Gastronomie bleibt ein zentraler Faktor für Aufenthaltsqualität und Gästezufriedenheit.

 

Präsenzveranstaltungen & Webinare

Das Logo „Motorradfreundliche Hotels“ ist in Blau-Gelb gehalten. Im Zentrum steht ein stilisiertes blaues Motorradsymbol , umrahmt wird es von einem gelben Haus mit der Aufschrift „Motorradfreundliche Hotels“Quelle: ADAC

Webinar: Motorradfreundliches Hotel

Dehoga und ADAC haben bereits 2009 gemeinsam die Zertifizierung „Motorradfreundliches Hotel“ ins Leben gerufen. In einem neuerlichen, kostenlosen Info-Webinar erfahren Interessierte, was Motorradreisende als Zielgruppe auszeichnet, welche Mehrwerte die Auszeichnung bietet und welche Voraussetzungen Hotels dafür erfüllen müssen. Das Webinar findet am 2. Februar um 16 Uhr statt. Zur Anmeldung

Alle bisherigen Gastgeber Trend-News im Überblick.

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Autorin: Michaela Friedel
Thüringer Tourismus GmbH
Innovation & Qualität | Themenkoordination Gastgeber & Kulinarik
E-Mail: m.friedel@thueringen-entdecken.de
Telefon: +49 361 3742 247
Telefax: +49 361 3742 299
BEITRAG VOM:
21. Januar 2026

Kategorien:
Gastgewerbe · Produkt & Qualität · Tourismus-Wissen · Trends · TTG


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