Der 3. Tourismustag des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt am 2. Dezember 2025 in der Landessportschule Blankenburg stand unter dem Leitmotiv „Innovativ. Kooperativ. Zukunftsfähig“ und bot Akteuren aus dem gesamten touristischen Spektrum eine Plattform, um zentrale Zukunftsfragen des regionalen Tourismus gemeinsam zu bearbeiten.
Impulse aus Praxis und Forschung
Im Mittelpunkt standen zunächst eine Keynote zu Megatrends von Frau Dr. Möller vom dwif, dann folgten Impulse aus Hotellerie, Kultur, vom Thüringer Wald und dem Harz. Eine Podiumsdiskussion sowie intensiv arbeitende Workshops, in denen die Teilnehmenden konkrete Vorstellungen zu Zukunftsfähigkeit, Kooperation und nachhaltiger Entwicklung ausarbeiteten, rundeten den Tourismustag ab.
Besonders die Podiumsdiskussion zeigte anhand der Beispiele Thüringer Wald, Harz, Hotel Morgenrot und Thüringer Landesmuseum Heidecksburg,
wie Transformation – vom Waldumbau über museale Sanierung bis zur Neupositionierung eines Hotels als Leuchtturmprojekt – gelingen kann,
wenn Zukunftsthemen wie Resilienz und Nachhaltigkeit konsequent mitgedacht werden. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der strategischen Zielgruppenentwicklung. Von Tagungs- und Businessgästen über Familien bis hin zu nachhaltig orientierten Individualreisenden – die Teilnehmenden beschäftigten sich intensiv mit der Frage, wie diese Gruppen in Zukunft erfolgreich angesprochen werden können.
Es wurde betont, dass authentische, regionale und ressourcenschonende Angebote an Bedeutung gewinnen. Tourismus solle zunehmend auch als Wert für die Region selbst verstanden werden. Nachhaltigkeit wurde sowohl ökologisch (energieeffiziente Gebäude, sanfte Winterangebote, Waldumbau) als auch sozial interpretiert, etwa durch niedrigschwellige Angebote und Aktionen, die deutlich machen, dass Tourismus nicht nur „für Gäste“, sondern auch „für die Region“ da ist.
Kooperation als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit
In den Arbeitsgruppen wurde deutlich, dass Vernetzung, aktiv gesteuerte Netzwerke und gemeinsam geschnürte Angebots‑ und Veranstaltungspakete
als entscheidende Stellschrauben für eine stärkere touristische Attraktivität und Sichtbarkeit der Region gesehen werden.
Gleichzeitig wurden Hemmnisse wie Konkurrenzdenken, begrenzte Kapazitäten und unklare Zuständigkeiten benannt,
denen man mit eindeutigen Strukturen, transparenter Kommunikation und verbindlichen Kooperationen begegnen möchte.
Ein Blick nach vorn: Visionen für 2035
Ein inspirierendes Element des Tages war die Entwicklung visionärer Schlagzeilen für das Jahr 2035. Besonders heraus stach:
„Thüringer Wald ist Europas Vorzeigeregion für nachhaltigen Kultur- und Naturtourismus“
Weitere Vorschläge:
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„Vom Geheimtipp zum Gästemagnet – Landkreis Saalfeld–Rudolstadt leitet neue Tourismusepoche ein“
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„Thüringer Meer – Top Reiseziel in Deutschland“
Solche Zukunftsbilder sollen als Leitplanken für strategische Entwicklungen dienen.
Insgesamt lässt sich resümieren, dass der Tourismustag eine Plattform geschaffen hat, auf der zahlreiche Vertreter aus Hotellerie und Gastronomie, Museen, touristischen Einrichtungen, Tourismusverbänden und Touristinformationen gemeinsam an einer kooperativen, vernetzten und nachhaltigen Zukunft des Tourismus im Landkreis Saalfeld‑Rudolstadt und im Thüringer Wald gearbeitet haben.




























