ⓘQuelle: Silvio OeserAm 10. November 2025 fand im Kulturgut Quellenhof in Göpfersdorf der Workshop „Erlebbare Regionalität“ statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismus, Landwirtschaft, Kultur- und Regionalentwicklung und Museen kamen zusammen, um sich über das touristische Entwicklungspotenzial des Altenburger Landes auszutauschen. In intensiven Gesprächsrunden wurde diskutiert, wie Heimat, Handwerk, Lebensweise und regionale Identität Gästen künftig noch sichtbarer und erlebbarer gemacht werden können.
Besonderes Interesse fand der Impulsbeitrag von Frau Meurer (Bayern Tourismus Marketing GmbH). Sie zeigte aus Sicht einer national führenden Tourismusregion, wie das Konzept „Heimat erleben“ in Bayern erfolgreich umgesetzt wird – von der Inszenierung regionaler Besonderheiten bis hin zu digitalen Formaten und authentischen Erlebnisangeboten vor Ort.
Ihr Vortrag bot nicht nur Best-Practice-Beispiele, sondern eröffnete auch neue Blickwinkel, wie Traditionen wertschöpfend gelebt werden können, ohne ihre Ursprünglichkeit zu verlieren. Viele Teilnehmende nahmen daraus konkrete Anregungen für ihre eigenen Projekte mit.
Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war die Vorstellung des neuen Projekts „Land der 1000 Höfe sichtbar machen“, das der Tourismusverband Altenburger Land e.V. gemeinsam mit dem Verein Altenburger Bauernhöfe e.V. realisieren möchte.
Das Altenburger Land stellt das zweitgrößte Verbreitungsgebiet von Umgebindehäusern im deutschsprachigen Raum dar – ein bedeutendes kulturelles Erbe, das künftig gezielt stärker sichtbar gemacht und für Gäste erlebbar werden soll. Erste Rückmeldungen und Teilnahmen regionaler Hofbesitzender wurden bereits vorgestellt und diskutiert.
Außerdem wurde das Thema der Heimatmuseen der Region aufgegriffen. Diese waren in den vergangenen beiden Jahren Bestandteil der „DEIN Sommer-Moment“-Kampagnen und hatten an ausgewählten Sommerwochenenden geöffnet. Gemeinsam wurden die bisherigen Erfahrungen ausgewertet. Dabei wurde besprochen, welche Aspekte besonders gut funktioniert haben, wo Optimierungsbedarf besteht und welche Überlegungen es zu einer möglichen Fortsetzung des Formats im Jahr 2026 gibt. Im Mittelpunkt standen der Austausch der Beteiligten, die Sammlung von Erkenntnissen sowie erste Einschätzungen zu künftigen Perspektiven.
Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie viel Potenzial im Thema gelebter Regionalität für das Altenburger Land steckt – sowohl für die touristische Profilbildung als auch für regionale Wertschöpfung.
Zugleich wurde sichtbar, wie wichtig Vernetzung, Austausch und Kooperation zwischen den Akteurinnen und Akteuren sind, damit Ideen wachsen und Angebote entstehen, die authentisch, nachhaltig und zugleich zeitgemäß sind.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden für ihre Impulse, Diskussionen, Erfahrungen und Ideen.
Ihr Engagement bildet die Grundlage dafür, Regionalität im Altenburger Land künftig noch stärker sichtbar, erlebbar und wertschätzbar zu machen.