Der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) hat seinen vierten Kurzbericht für 2025 veröffentlicht. Der Bericht analysiert die Entwicklungen im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft in Ostdeutschland für den Zeitraum Januar bis August 2025.
Tourismusentwicklung in Ostdeutschland
- Die Übernachtungszahlen in Ostdeutschland sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent gesunken, mit insgesamt 59,5 Millionen Übernachtungen.
- Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete ein Übernachtungswachstum von 1,5 Prozent, während Thüringen (-1,3 Prozent) und Brandenburg (-1,4 Prozent) ähnliche Rückgänge aufwiesen. Sachsen-Anhalt (-2,1 Prozent) und Sachsen (-2,4 Prozent) erlebten stärkere Rückgänge.
- Die bundesweite Auslastung der Schlafgelegenheiten blieb stabil bei 38,5 Prozent, wobei Sachsen mit 37,5 Prozent die höchste Auslastung in Ostdeutschland hatte. In Thüringen konnte eine Auslastung von 34,4 Prozent erzielt werden.
Regionale Unterschiede
- 12 von 42 ostdeutschen Regionen konnten die Übernachtungszahlen steigern. Sachsen mit der Chemnitz-Zwickau-Region (+10,0 Prozent) war das dynamischste Reisegebiet.
- In Thüringen konnten Erfurt (+1,9 Prozent) und die Thüringer Rhön (+0,9 Prozent) das Vorjahresniveau übertreffen.
- In Sachsen-Anhalt und anderen Regionen gab es jedoch signifikante Rückgänge.
Incoming-Tourismus
- Der Incoming-Markt in Ostdeutschland fiel um 4,8 Prozent, während der bundesweite Rückgang bei 3,1 Prozent lag. Mecklenburg-Vorpommern war das einzige Bundesland mit einem Anstieg ausländischer Übernachtungen (+0,7 Prozent).
- Thüringen verzeichnete einen Rückgang von 1,4 Prozent.
- In Teilen ist der Effekt mit der Fußball-Europameisterschaft 2024 zu erklären, die viele internationale Gäste nach Deutschland brachte.
Erwartungen für das Jahresende
- Die Prognosen für die Monate Oktober bis Dezember sind gedämpft. Nur 10 Prozent der Touristiker erwarten eine steigende Nachfrage, während 40 Prozent mit einem Rückgang rechnen.
Freizeitwirtschaft
- Die Besucherzahlen in ostdeutschen Freizeiteinrichtungen sanken um 0,6 Prozent auf etwa 14 Millionen.
- Freizeit- und Erlebniseinrichtungen (+6,7 Prozent) sowie Erlebnisbäder und Thermen (+4,5 Prozent) verzeichneten Zuwächse, während Landschaftsattraktionen & Naturinfozentren (-10 Prozent) und Freilichtmuseen & Besucherbergwerke (-11,7 Prozent) den stärksten Rückgang verzeichnen.
- In Thüringen gab es ein deutliches Besucherplus von +5,6 Prozent.
Insgesamt zeigt der Bericht eine gemischte Entwicklung im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft in Ostdeutschland, mit regionalen Unterschieden und einer insgesamt gedämpften Nachfrageprognose für das Jahresende.




























