Wie aus Daten echte Erlebnisse werden – und warum die Beteiligung der Touristiker dabei entscheidend ist
Die ThüCAT (Thüringer Content Architektur Tourismus) feiert ihr fünfjähriges Bestehen – und mit ihr ein halbes Jahrzehnt digitaler Transformation im Thüringer Tourismus. Was 2020 begann, hat sich zu einem bundesweit anerkannten Vorzeigeprojekt und zur digitalen Lebensader des Landestourismus entwickelt. Für Touristiker in ganz Thüringen ist das Anlass, zurückzublicken – und vor allem: sich jetzt aktiv einzubringen.
ThüCAT – Das Fundament für Digitalisierung im Tourismus
Als größtes Digitalisierungsprojekt im Landestourismus ist die ThüCAT heute weit mehr als ein Datensystem. Sie vereint touristische Leistungsträger, Städte, Kulturinstitutionen und DMOs unter einem Dach – mit dem Ziel, touristische Inhalte strukturiert, maschinenlesbar und sichtbar zu machen. Die bereitgestellten Informationen reichen von Öffnungszeiten über barrierefreie Angebote bis hin zu Wanderrouten, Veranstaltungen oder Sehenswürdigkeiten – nutzbar über Websites, Apps, Sprachassistenten oder KI-Systeme.
Und sie ist das Fundament für Innovationen: Über 15.000 touristische Datensätze von Wanderwegen über Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und Gastronomiebetrieben bis zum Parkplatz sowie mehr als 3.000 Veranstaltungseinträge bilden die Grundlage für smarte Ausspielkanäle und mehr digitale Reichweite für Angebote im ganzen Land.
Neue Schwerpunkte: Veranstaltungen & Datenqualität
Nach dem erfolgreichen Aufbau der Datenbasis liegt der Fokus nun auf der Datenqualität und intelligenter Nutzung. Besonders im Blick: das Thema Veranstaltungen. Noch 2025 wird ein neues Tool zur strukturierten Erfassung, Pflege und Veröffentlichung touristischer Events eingeführt. Ziel ist es, die ThüCAT als zentrale Plattform für Thüringens Veranstaltungskommunikation zu etablieren – effizient, vernetzt und sichtbar.
Ein solcher Schritt ist nur konsequent: Immer mehr Partner – von Altenburg über Weimar bis zur Wartburg – nutzen bereits ThüCAT-Daten für ihre Webportale, Routenplaner oder Info-Screens. Auch die Thüringer Familien-App oder kommunale Websites setzen auf die zentrale Infrastruktur. Über 50 Webseiten wurden mit dem kostenlosen ThüCAT-Website-Baukasten realisiert – eine echte Chance für Touristiker vor Ort.
Thüringen als Open-Data-Vorreiter
Die offenen Daten der ThüCAT ermöglichen weitreichende Kooperationen – etwa mit der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), deren Knowledge Graph seit 2023 auch Thüringer Daten speisen. Plattformen, wie OutdoorActive oder der Radroutenplaner Thüringen werden von Beginn an mit den touristischen Informationen aus der ThüCAT versorgt. Und auch auf lokaler Ebene wirkt die ThüCAT: In Mühlhausen etwa wird sie gezielt für das Smart-City-Projekt eingesetzt – ein Beispiel, wie touristische Daten in der Stadtentwicklung ankommen und neue Synergien entstehen.
Warum die Mitwirkung der Touristiker jetzt zählt
ThüCAT lebt von der Beteiligung aller touristischen Partner. Nur wenn Inhalte aktuell, vollständig und qualitätsgesichert eingepflegt werden, können daraus digitale Erlebnisse für Gäste entstehen. Das bedeutet: Veranstalter, Gastgeber, Tourist-Informationen und Einrichtungen sind gefragt, ihre Daten aktiv zu pflegen und neue Nutzungsmöglichkeiten zu denken.
Fazit: Mitgestalten statt abwarten
Fünf Jahre ThüCAT sind ein Erfolg – aber vor allem ein Auftrag: für mehr Kooperation, mehr Qualität und mehr digitale Innovationskraft im Thüringer Tourismus. Touristiker, die jetzt einsteigen, sichern nicht nur ihre Sichtbarkeit, sondern gestalten die Zukunft aktiv mit.
Hilfreiche Links:
Der Content – Welche Datensätze sind mit welchen Informationen bereits in der ThüCAT Datenbank erfasst?
Anwendungsbeispiele – In welchen digitalen Projekten werden ThüCAT Daten genutzt?
Ansprechpartner – An wen wende ich mich, um mein Angebot in der ThüCAT zu platzieren?




























