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Mountainbiken-Angebote stark nachgefragt

Das aktive Naturerlebnis auf breiten Stollenreifen – es boomt bundesweit, ganz besonders konzentriert auch im Thüringer Wald. Das ist eines der Ergebnisse, die der Regionalverbund Thüringer Wald auf Basis einer Untersuchung des Mountainbike Tourismusforum Deutschland e. V. mit Sitz in Leipzig heute im Haus der Wirtschaft in Suhl vorgestellt hat. Auch die regionalen Anbieter wie Axel Müller von der Ski- und Bike-Arena Silbersattel in Steinach, Marcus König vom LOTTO Thüringen BIKEPARK Oberhof und die vierfache Deutsche Meisterin im Downhill, Nina Hoffmann blickten zufrieden auf eine erfolgreiche MTB-Saison 2022.

Unter dem Titel „Mountainbike Monitor 2022, Sonderauswertung Thüringer Wald“ hat der Leipziger Verein wissenschaftlich ausgewertet, wer dieser Mountainbiker eigentlich ist, der zunehmend den Thüringer Wald als Destination für sich entdeckt. Das Ziel der Sonderauswertung Thüringer Wald unter 15.000 Teilnehmern war es, fundierte Zielgruppenkenntnisse für die weitere Angebots- und Produktentwicklung zu gewinnen.

Im Fokus: abwechslungsreiche Strecken und regionale Spezialitäten

Der Mountainbiker im Thüringer Wald ist zwischen 20 und 49 Jahren alt (79 Prozent), das Durchschnittsalter liegt bei 39,7 Jahren. Er ist in der Saison vom Frühjahr bis in den Spätherbst mindestens einmal in der Woche mit dem MTB unterwegs, fährt besonders gerne geschwungene Pfade, sogenannte Singletrails und neben dem Ausdauertraining interessiert er sich auch für Themen der Kulinarik und der Kultur.

Wert legen diese aktiven Urlauber im Thüringer Wald besonders auf attraktive Landschaften und abwechslungsreiche Strecken. Einkehrmöglichkeiten sind ihnen wichtig – und dabei legen sie besonderen Wert auf regionale Spezialitäten. Dafür nutzen neun von zehn der Besucher Gästekarten, die zum Beispiel eine vergünstigte oder kostenlose Nutzung des ÖPNV ermöglichen. Und: Sie sind nicht auf das Mountainbike festgelegt. Rund 80 Prozent dieser Breitensportler bauen auch Wanderungen in ihre Urlaube mit ein.

Antonia Sturm, Geschäftsführerin des Regionalverbunds Thüringer Wald: „Für mich zeigt die Auswertung der Zahlen, dass wir noch viel stärker als bisher zeigen werden, was für eine spektakuläre MTB-fähige Destination der Thüringer Wald ist. Es gibt innovative BikeParks, tolle Trails und Strecken, einheimische Tourenguides – und klasse sportliche Vorbilder“, betonte Sturm.

Wichtig ist ihr dabei insbesondere die regionale Kompetenz, speziell auch beim Regionalverbund Thüringer Wald: „Apps – auch unsere eigenen, wie etwa das Tourenportal mit 700.000 Aufrufen allein in dieser Saison, sind hervorragende Produkte. Im Bereich Mountainbike werden wir daran arbeiten, das Streckenangebot mit gut kuratierten Strecken auszubauen. Wichtig ist, dass die Informationen, die dort einfließen, weiterhin von uns kuratiert werden – so wie bei den Wanderwegen. Als Destination Management Organisation müssen wir auch die Qualität mit bewerten – es reicht nicht, die Strecken mit einer App einfach nur abzubilden, es müssen von vor Ort Standards gesetzt werden.“ Und: „Alles, was zum Thema MTB in Thüringen stattfindet, findet im Thüringer Wald statt. Ich wünsche mir, dass der Themenkomplex Mountainbiken nicht nur ein Thema des Thüringer Waldes, sondern des ganzen Freistaates wird. Und es ist wichtig, dass wir alle stolz sind auf die MTB-Destination Thüringer Wald.“

Die international erfolgreiche Spitzensportlerin Nina Hoffmann sieht den Thüringer Wald ohnehin schon jetzt als ideales MTB-Gebiet: „Zum Teil ist es hier besser als in den Alpen, alles liegt dicht beieinander und ist gut erreichbar. Die Höhenmeter lassen sich hier quasi um die Ecke abspulen. Denn es gibt zwar weniger Höhenmeter am Stück – dafür aber mehr Anstiege insgesamt!“

BikeParks strahlen attraktiv in die Region

Die Zahlen sprechen für sich: Axel Müller vom Bikepark Steinach nannte zwar 2020 als das Besucher-stärkste Jahr. „Aber das war ganz klar eine Ausnahme in einem Corona-Jahr, in dem kaum jemand ins Ausland in den Urlaub fahren konnte.“ Die Referenz für ihn ist das Vor-Corona-Jahr 2019. Und im Vergleich dazu haben wir einen Anstieg von 3200 Gästen auf 3600 Gäste in diesem Jahr!“ Zugleich hat Axel Müller aber auch enorm investiert. Allein 100.000 Euro sind in die neue so genannte Jumpline geflossen, auf die viele sportlich Aktive neugierig sind. Für 2023 sind drei neue Trails geplant und als Event unter anderem ein BraveHardBattle, ein Extremhindernislauf am 26. März 2023.

Adrian Seeber, Produktmanager Aktiv-Region des Regionalverbunds sagte: „Wir müssen auch deshalb hin zu kuratierten Touren, damit wir wegkommen davon, dass MTB-Fahrer im Naturschutzgebiet illegale Trails nutzen.” Und ein weiteres Ziel. „Die BikeParks strahlen attraktiv in die Region – häufig bleiben die Gäste der Parks laut der Studie des Tourismusforums aber nur einen Tag ohne Übernachtung. Wir wollen aber dahin kommen, dass die Region ganzheitlich wahrgenommen wird.“ Angebote wie bett+bike sollen daher gestärkt werden, um weitere Argumente für einen längeren Urlaub in einer Region zu haben.

 





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