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15 Jahre Stiftung Leuchtenburg

Quelle: Stiftung Leuchtenburg

Am 31.05.2022  feierte die Stiftung Leuchtenburg mit mehr als 150 Gästen ihr Jubiläum. Unter den Wegbegleitern, Freunden, Kollegen und Unterstützern waren Bodo Ramelow, Thüringens Ministerpräsident, Sven-Erik Hitzer, Stiftungsvorstand, Wolfgang Fiedler, Stiftungskurator, Dr. Ulrike Kaiser, Direktorin der Stiftung, Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin a.D., Frank Krätzschmar, ehemaliger Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft LEG, Prof. Peter-Michael Huber, Bundesverfassungsrichter, Andreas Heller, Landrat des Saale-Holzland-Kreises, Werner Klüger, Bürgermeister Seitenroda sowie die neu ins Stiftungskuratorium berufenen Sabine Wosche, Geschäftsführerin der Landesentwicklungsgesellschaft LEG Thüringen und Sybille Kaiser, Geschäftsführerin der Hermsdorfer Porzellanfabrik. 

Ein langer Weg bis zur Gründung…

In den späten 1980er Jahren lernte der heutige Stiftungsvorstand, Sven-Erik Hitzer, die Leuchtenburg bei einem Besuch beim damaligen Museumsleiter Kurt Haufschild kennen und lieben. Da die Leuchtenburg noch von einem Jugendherbergsbetrieb geprägt war, suchte man nach einem neuen Betreiber für die Gastronomie. Hitzer pachtete die Burgschänke und belebte dann seit 1990 mit einem Mittelalterkonzept die gastronomische und veranstaltungstechnische Entwicklung auf der Leuchtenburg. Nach der politischen Wende 1990 kam es zu Unklarheiten und Rechtsstreitigkeiten über die Eigentumsverhältnisse der Burganlage, weshalb sich Hitzer zurückzog.

Aufgrund fehlender Infrastruktur kam es 1997 zur Schließung der Jugendherberge. Ein neuer Käufer der Burg musste her. Interessenten gab es viele, doch alle scheiterten bei ihrer Finanzkalkulationen am immensen Instandsetzungsbedarf der in die Jahre gekommenen, 800 Jahre alten Burganlage.

2006/2007 war wohl ein großer Tiefpunkt der Königin des Saaletals. Die Leuchtenburg sollte auf eine internationale Versteigerungsliste kommen. Wieder bat der Museumleiter Haufschild Hitzer um Hilfe. Für ihn stand fest, dass es keine Privatisierung der Burg geben könne. Die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung erschien als einzig mögliche Alternative. Zum ersten Thüringer Stiftertag am 9. März 2007 im Erfurter Landtag, wurde die Stiftung vor 15 Jahren geboren und konnte dann im Oktober 2007 die Burganlage kaufen.

„Ich selber habe die Initialzündung gegeben und viele Ideen auf den  Tisch gepackt. Ohne das Engagement des ehrenamtlich wirkenden Stiftungskuratoriums um Wolfgang Fiedler, dem ehemaligen Ministerpräsidenten Dr. Bernhard Vogel und Landesentwicklungschef Frank Krätzschmar sowie dem Förderengagement des Freistaates Thüringens und dem Schulterschluss mit dem Landkreis wären wir nie so weit gekommen“, so Hitzer. 

“Nur ein belebtes Denkmal, kann auch überleben.“

Die Jubiläumsfeier der Stiftung steht unter dem Motto „15 Jahre – 15 gute Taten und Geschenke für die Burg und die Region!“ Hier die wichtigsten Meilensteine der letzten Jahre:

1. Der Burg eine Zukunft geben! Die Leuchtenburg bleibt öffentlich zugänglich und soll dauerhaft erhalten bleiben.

2. Die Infrastruktursanierung (2009 bis 2011), welche mit einer neuen Straße und allen notwendigen Medien als Basis für weitere Maßnahmen realisiert wurde.

3. Die Wiederherstellung der historischen Kulturlandschaft am Burgberg. Von manchen Seiten war nur die Turmspitze noch zu sehen.

4. Brandschutz- und Sicherheitskonzepte. Die Burg verfügt heute nicht nur über  300 Brandmelder und knapp 100 Feuerlöscher sondern auch über eine eigene Löschwasserzisterne, die 400 Kubikmeter Wasser fasst.

5. Das Wiederbeleben der leeren Gebäude. Heute ist es fast vergessen, dass damals, vor 15 Jahren, über die Hälfte der Burg leer stand. 

6. bis 10. Die Einrichtung der neuen Ausstellungswelten zum Porzellan sowie der Steg der Wünsche, die Internationalisierung und das Angebot eines Burgbesuches in mehr als sechs Sprachen, die komplette digitale Vermessung der Burg Stein für Stein und damit auch die digitale denkmalgerechte Konservierung und der moderne Besucherservice im neu gebauten Infozentrum auf dem Burgsporn. 

11. Die Wiederbelebung der Kirchentradition im Jahr 2018. Mehr als 100 Jahr lang war die alte Burgkapelle zweckentfremdet genutzt worden, bevor sie wieder mit einer Orgel eine klingende Seele erhielt und ökumenisch geweiht wurde.

12. bis 14. Die Forschung zur Burggeschichte, die intensiv vorangetrieben wird, die Belebung der gesamten Porzellanstraße, die von der Leuchtenburg aus mehr als 80 Ziele in ganz Thüringen vernetzt, sowie der intensive barrierefreie Umbau der Burganlage, damit diese für alle gleichermaßen genutzt werden kann.

15. Die denkmalpflegerische Erhaltung an der Burg, die mit vier eigenen Burgmeistern täglich der Burg und ihren alten Steinen zu Gute kommt.

Weiterführende Informationen zur Leuchtenburg

Ihre Ansprechpartnerin

Stiftung Leuchtenburg
Ilka Kunze
kunze@leuchtenburg.de
Tel.   +49 36424 713324
Mobil +49 172 3482407



Autorin: Vivien Klotsch
Thüringer Tourismusverband Jena-Saale-Holzland e.V.
Duale Studentin Marketing-Management
E-Mail: klotsch@saaleland.de
Telefon: 036601 905206


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