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OBERHOF – Höher? Schneller? Weiter? Ein Forum zu Zeitgeschichte und Zukunftsperspektiven

Quelle: Paul Hentschel Photography

Im Rahmen des Forschungsverbundes »Diktaturerfahrung und Transformation« richtet die Stiftung Ettersberg in Kooperation mit dem Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stadt Oberhof ein Forum aus, das sowohl auf die zeitgeschichtliche Entwicklung Oberhofs schaut, aber auch den Blick auf gegenwärtige Veränderungen lenkt und nach Perspektiven für die Zukunft fragt.

Gemeinsam werden am Samstag, den 14. Mai 2022, von 9 bis 17 Uhr im AHORN Panorama Hotel Oberhof (Dr.-Theodor-Neubauer-Str. 29, 98559 Oberhof) durch eine kritische und differenzierte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, Ideen für die Gegenwart und Zukunft Oberhofs diskutiert.

Hintergrund

Oberhof steht traditionell für Wintersport und durchlief zugleich eine wechselhafte Geschichte. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Höhenluftkurort ausgebaut, entwickelte sich das »sozialistische St. Moritz« seit 1949 zum zentralen Erholungs- und Wintersportzentrum der Werktätigen in der DDR, in dem auch Walter Ulbricht regelmäßig gastierte. Doch das Freizeitidyll hatte seinen Preis: Für den Aufbau des FDGB-Feriendienstes in der Stadt am Rennsteig wurden ab November 1950 insgesamt 51 Familien zwangsausgesiedelt und enteignet. Sportliche Großereignisse prägten fortan die Atmosphäre ebenso wie prominente Gäste in den zahlreichen Hotelneubauten, die dem weitreichenden Umgestaltungswillen der SED folgten. Heute stellt der Klimawandel mit einhergehender Schneeknappheit Oberhof vor touristische Herausforderungen, die nach neuartigen und nachhaltigen Konzepten verlangen.

Programm

9:00 Grußworte

Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg)

Peggy Greiser (Landrätin des Landkreises Schmalkalden-Meiningen)

Thomas Schulz (Bürgermeister Oberhof)

9:30 »Aktion Oberhof« 1950/51 – Der sozialistische Umbau beginnt

Impuls: Dr. Anke Geier (Historikerin beim Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Podium: Hans-Joachim Köhler (Oberpfarrer a.D.), Christa Rüdiger (Zeitzeugin)

Moderation: Dr. Christian Werkmeister (Historiker, Stiftung Ettersberg)

10:45 Kaffeepause

11:15 St. Moritz im Sozialismus – Der Aufstieg Oberhofs zum (inter)nationalen

Erholungs- und Wintersportzentrum

Impuls: Prof. Dr.-Ing. Daniela Spiegel (Hochschule Anhalt)

Podium: Dr. Martin Zückert (Collegium Carolinum), Dr. Lutz Schneider (Architekt)

Moderation: Wolfgang Kil (Architekturkritiker und Publizist)

12:30 Mittagspause

13:30 Kader, Schmiede, Leistung: Oberhof – das Sportzentrum

Impuls: Dr. Jutta Braun (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung)

Podium: Dr. Hans-Georg Aschenbach (ehem. Skispringer und Mannschaftsarzt)

Anke Schiller-Mönch (Landessportbund Thüringen)

Moderation: Frank Willmann (Autor und Journalist)

14:45 Kaffeepause

15:15 Tradition und Zukunft. Oberhof in zehn Jahren?!

Impuls: Thomas Purschke (Journalist)

Podium: Dr. Hartmut Schubert (Thüringer Finanzstaatssekretär, WM- und Oberhofbeauf-tragter der Landesregierung), Dipl.-Ing. Ingo Quaas (Stadtplaner), Wolfgang Henninger (Ho-telier)

Moderation: Dr. Peter Wurschi (Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

17:00 Ende

 

Anmeldung

Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt Marie Mohnhaupt (mohnhaupt@stiftung-ettersberg.de Tel: 0361/ 219 212 21) bis zum 21. April 2022 entgegen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Marie Mohnhaupt
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Stiftung Ettersberg
Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
Tel: 0361 | 219 212 21
mohnhaupt@stiftung-ettersberg.de
www.stiftung-ettersberg.de

 



Autor: André Diller
Regionalverbund Thüringer Wald e.V.
Content-Management ThüCAT
E-Mail: diller@thueringer-wald.com
Telefon: +49 3681 35305 27


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