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Sanierung des Lindenau-Museum

Quelle: PUNCTUM/Bertram Kober

Vom Glasboden bis zur Deckengestaltung – restauratorische Maßnahmen anlässlich der Sanierung des Lindenau-Museums Altenburg

Das Lindenau-Museum Altenburg steht vor den größten baulichen Veränderungen seit seiner Errichtung durch Julius Robert Enger im 19. Jahrhundert. Umfangreiche restauratorische Maßnahmen im Gebäudeinneren sollen das bauzeitliche Erscheinungsbild in Teilen wieder erlebbar machen. Diese reichen von kleineren konservatorischen Schritten bis hin zur Wiederherstellung von Raumdekorationen.

Ausgangspunkt und Ausblick

Das Lindenau-Museum am Fuße des Altenburger Schlossberges wurde 1876 eröffnet. Dem gingen intensive Planungen des Altenburger Oberbauinspektors Julius Robert Enger (1820-1890) voraus. Er griff dabei auf seine Erfahrungen im Rahmen der Planungen für die Sempergalerie in Dresden (1847 bis 1854) zurück. Auch die zahlreichen parallel entstandenen Musemsneubauten wirkten inspirierend auf Enger, der dadurch eine klare Vorstellung seiner eigenen Architekturidee und Formensprache für das zukünftige Lindenau-Museum entwickelte. Einen tragenden Gedanken und ein entscheidendes Ziel sah Enger darin, eine Sinneinheit zwischen den vorgesehenen Ausstellungsinhalten und der umgebenden Raumhülle zu schaffen.

Von diesem Engerschen Gestaltungsansatz löste man sich jedoch zu Beginn des 20. Jahrhunderts verstärkt, viele historische Dekorationen wurden zugunsten einer reinen Museumspräsentation überdeckt. 

Am Gebäude des Lindenau-Museums werden seit nunmehr über 30 Jahren Untersuchungen hinsichtlich seiner bauzeitlichen Gestalt durchgeführt, erste Fassungen wurden bereits in den 1990er-Jahren eingehend geprüft. Die letzte umfangreich angelegte Untersuchungskampagne zur ursprünglichen inneren Gestalt des Lindenau-Museums begann im Jahr 2016 und erstreckte sich über alle Räume. Neben der Auswertung von Archivmaterialien wurden auch vor Ort kleinere Flächen freigelegt, sodass eine Bewertung der historischen Fassungen vorgenommen werden konnte. Widersprüche zwischen dem archivalisch belegten Bestand und den Untersuchungen im Haus dienten als Ausgangspunkt für die vertiefende Betrachtung des Bestandes, die die restauratorische Fachplanung ab 2018 abdecken musste.

Oberstes Ziel all dieser Maßnahmen besteht darin, die Sammlungen mit der für sie errichteten Architektur wieder in ein Gespräch eintreten zu lassen. Das Gebäude selbst wird zum begehbaren Exponat, ohne den Ausstellungsobjekten Konkurrenz zu machen. Um den Entwurfsgedanken des Architekten nicht nur zu respektieren und wieder aufzunehmen, sondern auch den Bestand in seiner Geschichte fortzuschreiben, sind Anpassungen, Weiterentwicklungen und Umbauten nötig. Nur so kann das Haus wieder zu einem Ort für zeitgemäße und innovative Vermittlungs- und Präsentationsformen werden.

Das ausführende Büro

Für die Aufgaben von der klassischen denkmalpflegerisch-restauratorischen Bestandsaufnahme über die Erarbeitung konservatorisch restauratorischer Konzepte bis hin zu den komplexen Restaurierungs- und Architekturplanungen sowie der Projektsteuerung im historischen Bestand ist seit 2018 das Ingenieurbüro für Denkmalpflege Rudolstadt zuständig. Das Ingenieurbüro ist regional, national und international in den vielfältigen Gebieten der Bau- und Kunstdenkmalpflege tätig und setzt sich aus Diplom-Restauratoren, Architekten, Technikern in der Baudenkmalpflege, Kunsthistorikern und Restauratoren im Handwerk zusammen. Geschäftsführer und Hauptansprechpartner für dieses Projekt ist Restaurator und Dipl.-Designer Veit Gröschner.

 

 Die Ausführliche Pressemeldung lesen Sie hier:

Pressemitteilung Restaurierungsmaßnahmen Lindenau-Museum Altenburg (570.6 KiB)

Lindenau-Museum AltenburgQuelle: Verein Städtetourismus in Thüringen

Lindenau-Museum Altenburg

Ansprechpartner
Steven Ritter
Referent für Presse und Marketing Lindenau-Museum Altenburg
Tel.: +49 (0) 3447 8955 570 
Mail.: presse@lindenau-museum.de

Pressemitteilung Restaurierungsmaßnahmen Lindenau-Museum Altenburg (570.6 KiB)



Verein Städtetourismus in Thüringen
Geschäftsstelle Verein Städtetourismus in Thüringen e.V.
E-Mail: verein@thueringer-staedte.de
Telefon: +49 3643 745314
Telefax: +49 3643 745333


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