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Gästeführer und Entscheider waren begeistert

Quelle: Florian Trykowski, TTG

Theoretisches Wissen gepaart mit praktischen Übungen zur Sensibilisierung – ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema “Gästeführungen barrierefrei gestalten”. Das Fazit der 13 Teilnehmer*innen – Gästeführer,  Mitarbeiter von Museen oder von Tourist-Informationen – am Seminar vergangene Woche war durchweg sehr positiv. 

Mit wenigen Worten zog Stephan Oettel, Gästeführer in Erfurt, folgende Bilanz: 

Das Seminar hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielschichtig das Thema „Barrierefreiheit“ ist und wie unterschiedlich die individuellen Anforderungen sind. Die Sensibilisierung hierfür und die zahlreichen Anregungen zum Umgang mit diesen Bedürfnissen nehme ich sofort als wertvolle Hilfen für meine Arbeit als Gästeführer mit.

Mit Dr. Christoph Mauny von der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha sprachen wir im Nachgang. Die Museumsleitung befasst sich schon seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Barrierefreiheit und hat die Einrichtungen nach dem Kennzeichnungssystem “Reisen für Alle” zertifizieren lassen. Dr. Mauny beantwortete uns folgende zwei Fragen zum Thema Barrierefreiheit für sein Museum: 

Warum ist für die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha das Thema Barrierefreiheit so wichtig?

Das kulturelle Erbe gehört allen Menschen und wir als Kulturinstitution tragen die Verantwortung, diese Orte möglichst allen zugänglich zu machen. Und zwar nicht nur physisch, sondern beispielsweise auch sprachlich. Ich glaube daran, dass das bessere Museum für alle das Museum von allen ist. Dafür muss vor allem eine Barriere in den Köpfen abgebaut werden: Museen müssen sich zu Orten der Mitgestaltung und Selbstentfaltung wandeln, wenn sie gesellschaftsrelevant bleiben wollen.

Gibt es Anregungen aus dem Seminar, die Sie gern zügig oder langfristig umsetzen möchten? Wenn ja, welche?

Das exzellente Seminar hat uns Impulse gegeben und bestärkt bei unserer derzeitigen Arbeit an einem Inklusions-Leitfaden für Dauer- und Sonderausstellungen. Nicht alles wird in unseren denkmalgeschützten Räumen umsetzbar sein, aber wir wollen versuchen, das Maximum an Besucher*innenkomfort herauszuholen: Sei es Braille- oder Pyramidenschrift, Gebärdensprache, die schnell umsetzbare Beachtung von Leucht-Dichte-Kontrasten und Schriftgrößen bei der Textgestaltung bis hin zur sicherlich aufwendigeren Prüfung, ob sich ein taktiles Leitsystem umsetzen lässt.

Zunehmend wird das Thema bei der Schaffung von Komfort für die Gäste und der Erschließung von Gästegruppen eine bedeutende Rolle spielen. Wollen Sie ältere und Gäste mit Behinderung besser verstehen, ungezwungen mit ihnen umgehen und Führungen nach deren Bedürfnissen ausrichten, dann nutzen Sie unser im Frühjahr noch einmal angebotenes Seminar. Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen. Sobald der neue Termin abgestimmt ist, werden wir ihn hier veröffentlichen. 

Haben Sie generell Fragen zum Thema Barrierefreiheit im Tourismus, wenden Sie sich bitte an Peggy Fauß direkt und vereinbaren einen Gesprächstermin. 

Ihre Ansprechpartnerin

Thüringer Tourismus GmbH 
Peggy Fauß
Tel: +49 361 3742245
p.fauss@thueringen-entdecken.de

 



Autorin: Sabine Vater
Thüringer Tourismus GmbH
Innovation & Qualität - Tourismusnetzwerk Thüringen
E-Mail: s.vater@thueringen-entdecken.de
Telefon: +49 361 3742237
Telefax: +49 361 3742299
Kategorien:
Barrierefrei · Bildung · Regionen · TTG


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