Tisch mit Roboterarm KUKA
31. Juli 2018

Guter Start für digitale Thüringen-Erlebniswelt – 19.000 Besucher im 1. Halbjahr

19.000 Besucher im ersten Halbjahr / Tiefensee: Angebot wird sehr gut angenommen 

Das ganze Reiseland Thüringen digital erleben – das können Touristen und Interessierte seit dem 8. Dezember 2017 in der virtuellen Erlebniswelt „360Grad Thüringen Digital Erleben“ am Erfurter Hauptbahnhof. Bereits nach den wenigen Monaten zeige sich: „Das Angebot wird offensichtlich sehr gut angenommen“, zog Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute eine erste Bilanz. Allein im ersten Halbjahr kamen rund 19.000 Besucher. Rund 40.000 sollen es bis Jahresende 2018 werden.

Digitale Ausstellungsräume werden bereits erfolgreich von der Wirtschaft genutzt. „Mit der virtuellen Erlebniswelt in Erfurt haben wir dieses Konzept erstmals auf ein ganzes Bundesland übertragen und gehen so auch in der Vermarktung neue Wege“, so Tiefensee. Der neue „Showroom“ verstärke das Tourismus- und Landesmarketing, das den Freistaat als attraktiven Standort mit hoher Lebens- und Freizeitqualität präsentiert.
Nach der Analyse der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) als Betreiberin der Erlebniswelt  kommen die meisten Besucher derzeit noch aus Neugier – um sich „umzuschauen“ (37,8 Prozent) –, ein weiterer großer Teil, um sich über das Reiseland zu informieren (27,3 Prozent) und ein weiteres Viertel (24,2 Prozent) aus Interesse an den eingesetzten Präsentationstechnologien. Fast elf Prozent der Besucher sind Bahnreisende auf der Durchreise. Die Angebote im Bereich der Virtuellen Realität, aber auch die persönliche Beratung werden von den Gästen als besonders gut eingeschätzt. Insgesamt erhält das Projekt eine durchschnittliche Bewertung von vier von fünf möglichen Sternen.

Um die Bekanntheit weiter zu erhöhen, bewirbt die TTG die Erlebniswelt u.a. mit Anzeigen (z.B. in ICE-Fahrplänen, „Kids & Co.“, „db mobil“, Banner), einem eigenen Flyer und auf Messen (ITB Berlin, Thüringen-Ausstellung, Thüringer IT-Messe etc.). Außerdem sollen Schulen, Hochschulen, Kultureinrichtungen, regionale Wirtschaft und Tourismusakteure stärker in die Nutzung eingebunden werden, etwa in Form von Veranstaltungen. So ist die Erlebniswelt seit Mai 2018 anerkannter außerschulischer Lernort. Bis heute haben fast 500 Schüler die Einrichtung im Rahmen ihres Unterrichts besucht.

Weitere Akteure sollen in die Nutzung eingebunden werden

„Die virtuelle Erlebniswelt kann zu einem Highlight mit überregionaler Strahlkraft werden“, sagte TTG-Geschäftsführerin Bärbel Grönegres. Um das zu erreichen, müsse die Präsentation regelmäßig neue Impulse aufnehmen und um neue Angebote ergänzt werden. So ist erst kürzlich eine moderne „App-Bar“ eingerichtet worden, die Apps zu bestimmten Themen bereithält. Gern genutzt wird die App „Thuringia.MyCulture“ – ein digitaler Kulturreiseführer, mit dem sich die Gäste mehrere kultur-touristische Touren erschließen können oder auch die die multimediale Navigations- und Informations-App „Luther to go“ sowie der Radroutenplaner Thüringen. 

Für die Einrichtung der Erlebniswelt inklusive des Umbaus der alten Touristinformation hat das Wirtschaftsministerium etwa eine Million Euro zur Verfügung gestellt.




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Autor

Kerstin Neumann
Thüringer Tourismus GmbH