16. Mai 2018

Wasserwandern auf der Werra soll attraktiver werden

Das touristische Angebot Wasserwandern auf der Werra ist seit einigen Jahren bereits gut etabliert und wird überregional angeboten. Anlegestellen sind in regelmäßigen Abständen vorhanden. Allerdings ist seit dem Bau der Anlege- und Umtragestellen zu Beginn dieses Jahrtausends viel Zeit vergangen und somit die wassertouristische Infrastruktur vielerorts nicht mehr voll funktionsfähig. Der oftmals geringe Befestigungsgrad der Anlege- und Umtragestellen bedingt zudem einen hohen Pflegeaufwand für die Unterhaltungspflichtigen. Außerdem fehlen Anlegestellen an wichtigen touristischen Orten, z. B. unterhalb der Burgruine Brandenburg. Umtragewege an den Wehren sind mitunter sehr lang, was den Bootstransfer sehr beschwerlich macht oder zu illegalen Bootseinsetzungen führt.

Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) der Werra-Wartburgregion hat deshalb im Rahmen des integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes ein Leitprojekt „Erlebnis Werra“ initiiert. Ziel des Projekts ist es, die Voraussetzungen für das Wasserwandern als Angebot für Freizeit, Naherholung und Tourismus zu verbessern.

In Fließrichtung gesehen soll die Werra von Barchfeld-Immelborn über Bad Salzungen, Tiefenort, Merkers bis Dorndorf für Kanutouristen attraktiver gemacht werden. Das sind ca. 30 Fluss-km Paddelerlebnis. Danach verlässt die Werra Thüringen und verläuft in Hessen weiter und tangiert hier die Orte Philippsthal, Heringen, Widdershausen, die ebenfalls eine Grundausstattung an kanutouristischer Infrastruktur aufweisen und mit dem Kanu gut zu befahren sind. Wieder auf Thüringer Seite schließt der nächste Abschnitt auf Thüringer KAG-Gebiet an, der sich über ca. 25 Fluss-km von Dankmarshausen über Berka, Gerstungen, Lauchröden bis Eisenach-Göringen erstreckt, wobei man vielerorts die hoch über dem Werratal aufragende Burgruine der Brandenburg im Blickfeld hat.

Insgesamt werden in der Werra-Wartburgregion 16 Standorte mit kanutouristischer Infrastruktur erneuert bzw. instandgesetzt. Die beschwerlichen Umtragestellen an den Wehren in Kloster-Allendorf, Tiefenort, an der Sohlgleite bei Merkers, in Berka und an der Steinmühle bei Wommen werden so umgestaltet, dass das Umtragen der Boote für die Wasserwanderer wesentlich erleichtert wird.

In Lauchröden soll eine kombinierte Floß-Kanu-Anlegestelle mit großem Rastplatz und einer Toilettenanlage entstehen. In Dorndorf, Dankmarshausen, Gerstungen und Sallmannshausen wird die vorhandene Kanutouristische Infrastruktur erneuert und verbessert.

In Barchfeld-Immelborn und in Höhe der Brandenburg sollen neue Ein- und Ausstiegsstellen entstehen, um Wassertourismus auch mit anderen touristischen Angeboten zu verknüpfen. Hier heißt es dann: raus aus dem Kanu und rein in den Badesee oder das Kanu anleinen und eine alte Burgruine besichtigen.

Zur besseren Orientierung auf dem Fluss werden überall Seezeichen mit entsprechenden Hinweisen auf Ein- und Ausstiegsstellen oder Umtragestellen oder Gefahren aufgestellt. Zusätzlich soll es an allen Anlegestellen Ortsschilder geben, auf denen der Name des Ortes vom Wasser aus deutlich ersichtlich ist sowie entsprechende Piktogramme auf touristische Angebote an Land hinweisen. Durch die Vervollständigung bzw. Erneuerung der Rastmöglichkeiten und durch Hinweise auf regionale Besonderheiten, die man den geplanten Informationstafeln entnehmen kann, sollen die Wasserwanderer auch den Aufenthalt an Land in möglichst angenehmer Erinnerung behalten.

Das Projekt befindet sich noch in der Planungsphase. Mit dem Bau wird ab dem Jahr 2019 gerechnet.

Weitere Informationen zum Projekt Wasserwandern in der Werra-Wartburgregion erhalten Sie auf der Webseite der KAG.

 

Ihr Ansprechpartner

Sigrun Palinske
IPU GmbH
Breite Gasse 4/5
99084 Erfurt
Tel. 0361/600200 42
S.Palinske@ipu-erfurt.de




Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor

Josephine Markwitz
Thüringer Tourismusverband Jena-Saale-Holzland e.V.