14. Juni 2017

Thüringer Wald verliert im Mittelgebirgsvergleich

Nach einem leichten Plus im Vorjahr konnten die deutschen Mittelgebirge 2016 erneut zulegen und steigerten ihre Übernachtungen durchschnittlich um 1,5%.  Aber auch alle anderen Regionstypen, wie etwa Seen-, Wein-, Küstengebiete und Städte, verzeichneten im vergangenen Jahr ein Übernachtungsplus – allen voran die Küsten- (+4,0%)  und die Seenregionen (+3,4%).

Die Entwicklung in den einzelnen Mittelgebirgen verlief 2016 unterschiedlich. Bis auf den Thüringer Wald, der im Vergleich zum Vorjahr mit geringen Verlusten (-1,5%) zu kämpfen hatte, konnten die hier dargestellten Regionen Harz, Erzgebirge und der Bayerische Wald ein positives Jahresergebnis erzielen. Die Vorreiterrolle übernimmt der Harz mit einem Jahresplus von 2,5%.

In absoluten Zahlen bedeutet das für den Thüringer Wald einen Rückgang von rund 60.000 Übernachtungen (2016: insg. 4.173.122 Übernachtungen). Auch die Ankünfte sanken um rund -2,3% im Vergleich zum Jahr 2015 (2016: insg. 1.363.446 Ankünfte).

Beim Blick auf die einzelnen Monate zeigt sich,  dass die negative Bilanz des Thüringer Waldes stark durch die schlechten Witterungsverhältnisse im Januar und Februar und der damit verbundenen Absage des Biathlon-Weltcups beeinflusst wurde. Auch die Wintermonate November und Dezember verzeichneten infolge teilweiser milder Wetterbedingungen einen Verlust. Aufgrund der frühen Osterferien sind die Übernachtungszahlen im März hingegen überdurchschnittlich positiv ausgefallen.

Aufgrund guter Witterungsverhältnisse und des stattfindenden Biathlon-Weltcups zum Jahresauftakt 2017 konnte der Thüringer Wald den Abwärtstrend aus dem vergangenen Jahr stoppen und mit Schwung ins neue Jahr starten. Die Ankünfte (+9,6%) und Übernachtungen (+1,6) konnten im Vergleich zum Vorjahresmonat an Zuwachs gewinnen. Februar und März mussten zwar erneut Übernachtungseinbrüche verbußen, beim März ist dies jedoch durch die Verschiebung der Osterferien zu begründen. Ein Jahrestrend lässt sich noch nicht abzeichnen, dennoch hoffen wir auf ein erfolgreiches Tourismusjahr 2017.

 
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Rainer Engelhardt
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