18. Januar 2017

Sparkassen-Tourismusbarometer Ostdeutschland: Der digitale Wandel in Destinationen und Tourismusbetrieben

Die Digitalisierung wird die Gesellschaft und damit auch die Tourismusbranche in den nächsten Jahrzehnten grundlegend revolutionieren. Längst haben sich mit der digitalen Revolution die Spielregeln im Wettbewerb um die Gäste verändert. Die Geschwindigkeit, in der digitale Player wie Airbnb, Google oder Booking.com mit innovativen Geschäftsmodellen auf den Markt drängen, fordert ein Umdenken. Viele der neuen Wettbewerber sind von Beginn an mit einer „digitalen DNA“ ausgestattet und können sich schneller und flexibler auf Markterfordernisse einstellen.

Digitalisierung ist weit mehr als Marketing!

Die hohe Dynamik der digitalen Entwicklung macht es den Akteuren im Tourismus häufig nicht leicht, auf dem aktuellsten Stand zu sein. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung viele noch ungenutzte Chancen. Viel zu häufig beschränken sich die digitalen Aktivitäten in Tourismusorganisationen und -betrieben jedoch noch auf die Bereiche Kommunikation und Vertrieb. Die Vorteile, die sich für die Datenerhebung und -auswertung oder die internen Betriebs- und Managementprozesse ergeben, werden bei der Beschäftigung mit dem digitalen Wandel häufig außen vor gelassen. Gleiches gilt für das innovative, individuelle Produkt- und Servicedesign.

Ziel des Sparkassen-Tourismusbarometers 2016 ist es deshalb, das Bewusstsein der Tourismusorganisationen und Tourismusbetriebe für den digitalen Wandel zu schärfen, Ängste abzubauen und einen strategischen Umgang mit den Möglichkeiten der Digitalisierung anzuregen.

Die digitale Destination: Was heißt das für Tourismusdestinationen?

Viele Touristiker sehen den digitalen Wandel bereits als Chance . Die Tourismusorganisationen verfügen jedoch vielfach (noch) nicht über die passenden Strukturen, um diese Potenziale in der täglichen Arbeit zu nutzen. Auch wenn es bei der Digitalisierung um ein erfolgsentscheidendes Zukunftsthema geht, werden die Ressourcen der Tourismusorganisationen – sei es personell oder finanziell – in absehbarer Zeit nicht zunehmen. Deshalb müssen die Destinationen ihre Arbeitsprozesse und Aufgaben auf den Prüfstand stellen
und neu priorisieren. Wer die Chancen der Digitalisierung ausschöpfen will, muss grundsätzliche Arbeitsabläufe und traditionelle (Tourismus-)Strukturen in Frage stellen.

Wichtige übergeordnete Erfolgsfaktoren werden im Zuge des digitalen Wandels im Tourismus zukünftig sein:

  • Flexibilität in den Strukturen und der Arbeitsweise,
  • Fokussierung der Aufgaben und strategische Maßnahmen-planung (unter konsequenter Berücksichtigung der Gästebe-dürfnisse),
  • kooperatives Miteinander innerhalb der Region über politische Grenzen hinweg sowie mit externen Playern (z.B. mit Themenportalen, Vertriebskanälen, Mobilitätsanbietern),
  • Aufbau von Expertenwissen und Know-how-Transfer in die einzelnen Regionen,
  • Erfolgsmessung der Maßnahmen.

Zentrale Frage für Tourismusbetriebe: Wie viel Digitalisierung muss tatsächlich sein?

Die digitale Revolution schlägt sich auch auf die Tourismusbetriebe nieder. Aktuell zählen diese, allen voran das Gastgewerbe, jedoch zu den Schlusslichtern im digitalen Branchenwettbewerb. Zurzeit werden digitale Anwendungen primär in der Gästeansprache (Marketing und Vertrieb) genutzt, betriebsintern hingegen kaum. So werden gerade die enormen Potenziale, die die Digitalisierung für die Optimierung interner Prozesse und die Produktentwicklung/Service-Innovation bietet, kaum erkannt. Das aktuelle Sparkassen-Tourismusbarometer Ostdeutschland  geht deshalb u.a. der Frage nach: Wie digital müssen (und können) Tourismusbetriebe in Zukunft tatsächlich sein? Und wo macht der Einsatz digitaler Technologien und Medien wirklich Sinn? Wo ist er zwingend erforderlich?

Digitalisierung ist Chefsache!

In Anbetracht der strategischen Bedeutung muss Digitalisierung künftig als Angelegenheit des gesamten Unternehmens verstanden werden. Das erfordert in den Destinationsmanagementorganisationen und Betrieben eine integrierte digitale Strategie für das Zusammenspiel aller Unternehmensbereiche – und eine Steuerung von ganz oben. Dabei fokussiert sich der digitale Wandel in Bezug auf Tourismusorganisationen und -betriebe im Kern auf jeweils drei Bereiche, die im Rahmen des aktuellen Sparkassen-Tourismusbarometers Ostdeutschland mit konkreten Maßnahmenempfehlungen untersetzt wurden:

Das Management Summary des aktuellen Sparkassen-Tourismusbarometers Ostdeutschland steht auf der Website des Ostdeutschen Sparkassenverbands als kostenfreier Download zur Verfügung. Den Gesamtbericht mit Maßnahmenempfehlungen und vielen Tipps zum Thema „Digitaler Wandel im Ostdeutschland-Tourismus“ können Sie dort zum Preis von 60,- € bestellen. Sparkassen-Tourismusbarometer Ostdeutschland

 

Wissenschaftliche Beratung:
 
dwif-Consulting GmbH
Markus Seibold, Sebastian Geiger
Tel. +49 89 237028919



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Rainer Engelhardt
Thüringer Tourismus GmbH