14. Dezember 2016

Leichter Rückgang der Bettenauslastung

Die Anzahl der geöffneten Beherber­gungsbetriebe in Thüringen hat sich zum Vorjahr kaum verändert. Über alle Beherbergungstypen hinweg, waren beim Thüringer Landes­amt für Statistik im Juli 2016 1.330 geöffnete Betriebe registriert (-1 Betrieb; -0,1%). Bundesweit nahm die Anzahl der Betriebe von Juli 2015 bis Juli 2016 insgesamt um 595 Unterkünfte ab (-1,2%). Größere Veränderungen ließen sich in Thüringen lediglich bei den Segmenten „Schulungsheime“ (-3 Betriebe; -10,3%) und „Campingplätze“ (+14 Betriebe; +21,5%) beobachten. Alle weiteren Segmente blieben weitgehend stabil. Die Zahl der angebo­tenen Schlafgelegenheiten in Thüringen nahm insgesamt leicht zu (+1.549 Schlafgelegenheiten; +1,4%). Parallel zu den Betriebs­zahlen erhöhten dabei vor allem Hotels garnis (+413 Schlafgelegenheiten; +9,9%) und Campingplätze (+2.156 Schlafgelegenheiten; +5,3%) ihre Kapazitäten.

Die Auslastung ist in Thüringen im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (Januar -Juli 2015: 33,3%) und erreicht einen Wert von 32,9%. Somit liegt sie weiterhin deutlich unter der bundesweiten Auslastungsquote von derzeit 36,6%. Angesichts der nur geringen Veränderungen blieb die durchschnittliche Betriebsgröße in Thüringen mit 82 Betten pro Betrieb konstant. Das heißt, im Thüringer Beherbergungsgewerbe herrschen noch immer relativ kleinteilige Strukturen vor. Dennoch zeigt die Entwicklung, dass sich die Marktbereinigung  in Thüringen weiter fortsetzt, wenn auch langsamer als bundesweit. Kleinere, weniger professionelle Betriebe verschwinden nach und nach vom Markt, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit anderer Anbieter steigt. Dies macht sich letztendlich im Qualitätsniveau der Unterkünfte und somit auch in der Gästezufriedenheit bemerkbar.

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Angebotsentwicklung in ausgewählten  Bundesländern

Auch im Bundesländervergleich lässt sich eine gezielte Marktbereinigung feststellen. In allen dargestellten Bundesländern hat sich die Anzahl der geöffneten Beherbergungsbetriebe seit 2006 entsprechend dem bundesweiten Trend (-7,3%) verringert. Auch in Sachsen-Anhalt, wo 2015 aufgrund der grenzübergreifenden BUGA 2015 in Sachsen-Anhalt und Brandenburg neue Beherbergungsprojekte entstanden sind, ist die Entwicklung nach diesem Sondereffekt wieder leicht rückläufig. Mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz wurden seit 2006 in allen betrachteten Bundesländern die Schlafgelegenheiten weiter ausgebaut (Deutschland: +7,2%).   

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