30. November 2016

Europäischer Städtevergleich – Weimar und Erfurt bleiben dran!

An dieser Stelle erfolgt ein Benchmark der beiden Top-Städteziele Thüringens – Erfurt und Weimar – mit vergleichbaren europäischen Wettbewerbern. 2016 ist bisher kein typisches Jahr für den Städtetourismus. Nach Jahren des ungebremsten Wachstums meldeten einige der Top-Metropolen Europas erstmals schwächere Zahlen und in machen Monaten sogar Rückgänge der Nachfrage. Auch in der Freizeitwirtschaft in den Großstädten spiegelt sich dieser Trend teilweise wider.

Für die hier ausgewählten Städte deutet das erste Halbjahr 2016 jedoch wieder auf ein weiteres Wachstumsjahr hin. Während in Malmö die angebotsgetriebene Entwicklung ihre Fortsetzung findet, lassen sich in San Sebastian bereits Effekte der Europäischen Kulturhauptstadt 2016 ablesen. Aber auch Weimar und Erfurt liegen auf einem guten Kurs und reihen sich nach den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres im Mittelfeld ein. Bei einem Blick auf die Wettbewerber wird deutlich: Entscheidende Impulse werden nur noch durch Investitionen in neue Angebote und Veranstaltungen frei gesetzt. Durch das Jubiläum „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ wird in den beiden thüringischen Top-Städten genau an diesen Stellschrauben gedreht. Es gilt, diese internationale Aufmerksamkeit zu nutzen und für Neuinvestitionen ein attraktives Umfeld zu schaffen.

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Der langfristige Städtevergleich zeigt kaum Veränderungen. Die Trends der letzten Jahre setzten sich weiter fort. Erfurt und Weimar wurden 2015 von San Sebastian überholt, können jedoch mit ihrer Langzeitentwicklung weiterhin zufrieden sein. Die höchste Dynamik zeigen erneut Malmö und Graz, wobei insbesondere Malmö sich in den letzten Jahren immer weiter abgesetzt hat.

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Die Kapazitäten entwickelten sich in den Städten sehr uneinheitlich. Während die Zahl der Betten in Bozen, Graz und Erfurt stagnierte, nahmen sie in Erfurt und Malmö wieder an Fahrt auf. In puncto Auslastung platzieren sich Erfurt und Weimar nach wie vor auf einem soliden Niveau. Allerdings ist auch hier im Städtevergleich noch Spielraum für Verbesserungen möglich.

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(Steckbriefe: Graz: City of Design, UNESCO-Netzwerk “Creative Cities”; Malmö: Stadt der Parks und Brücken, Architektur, Shopping; San Sebastian: Europäische Kulturhauptstadt 2016, Filmfestspiele, Festivals, Kulinarik; Bozen: Tor zu den Dolomiten, Kulinarik, Theater, Musik; Luzern: Festival-City, Theater, Museen, Stadt – See – Berge)

 

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