22. September 2016

Gewinner und Verlierer auf regionaler Ebene!

Während die Ankünfte und Übernachtungen für Thüringen insgesamt im ersten Halbjahr keine großen Veränderungen aufweisen (Ankünfte: +0,3%; Übernachtungen: ±0,0%), zeigt sich in den einzelnen Reisegebieten eine vergleichsweise hohe Dynamik.

Unterschiedliche Entwicklung der Regionen

Die meisten der zehn Thüringer Reisegebiete können mit der Entwicklung der Übernachtungszahlen im ersten Halbjahr 2016 zufrieden sein. Die Region Kyffhäuser (+7,3%) belegt wie im Juni 2015 die Spitzenposition und konnte den überdurchschnittlichen Zuwachs aus dem letzten Jahr sogar noch steigern. Die Regionen Hainich (+5,1%), Städte Eisenach, Erfurt, Jena, Weimar (+3,6%), Thüringer Rhön (+3,6%), Saaleland (+2,2%) und Südharz (+1,3%) verbesserten ihr positives Vorjahresergebnis ebenfalls und haben somit den Grundstein für ein erfolgreiches Tourismusjahr 2016 gelegt.

Zu den Verlierern des ersten Halbjahres gehört u.a. der Thüringer Wald, der seine positive Bilanz aus dem Vorjahreszeitraum aufgrund der schlechten Schneeverhältnisse im Januar und Februar und der damit verbundenen Absage des Biathlon-Weltcups in Oberhof nicht bestätigen konnte. Im übrigen Thüringen (-3,2%), der Region Eichsfeld (-2,9%) und dem Thüringer Vogtland (-9,2%) setzte sich die Negativentwicklung des vergangenen Jahres fort. Während die Region Eichsfeld im Vergleich zum Vorjahr nur leichte Nachfragerückgänge zu beklagen hatte, fielen die Verluste im Thüringer Vogtland trotz beinahe gleich bleibender Ankunftszahlen fast zweistellig aus. Der Grund für diese deutlichen Verluste war trotz intensiver Recherche und Nachfragen nicht eindeutig zu ermitteln. Rechnerisch werden die Zahlen stark von der Stadt Gera beeinflusst. Dort macht sich möglicherweise die Schließung einzelner touristischer Highlights aufgrund von Sanierungsarbeiten (u.a. Otto-Dix-Haus)  sowie die Umgestaltung der Tourismusstrukturen bemerkbar.

halbjahresbilanz-regionen

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