9. September 2016

Analysephase abgeschlossen – Zwischenergebnisse liegen vor

Die Landestourismuskonzeption Thüringen 2025 geht in die nächste Runde. Auf dem Thüringer Tourismustag am 5. September wurden die Ergebnisse der Analysephase durch die dwif-Consulting GmbH vorgestellt. Nun startet die konzeptionelle Phase mit zahlreichen Workshops und Diskussionsrunden.

Seit April 2015 erarbeitet die dwif-Consulting GmbH zusammen mit weiteren Projektpartnern die Landestourismuskonzeption Thüringen 2025. Im Rahmen der Analysephase wurde der Status Quo im Rahmen von zahlreichen Bausteinen unter die Lupe genommen. Dazu zählten neben einer Auswertung der Marktforschung (Reiseanalyse, Imageanalyse, etc.) und statistischen Kennzahlen (Angebot, Nachfrage, Qualität, betriebswirtschaftliche Situation im Thüringer Gastgewerbe, etc.) auch zahlreiche Beteiligungsmöglichkeiten für die Thüringer Tourismusakteure. So wurden in 8 Gesprächsrunden zu unterschiedlichen Themen und weiteren Experteninterviews insgesamt 57 Gesprächspartner, sowohl aus dem Thüringen-Tourismus als auch externe Thüringen-Kenner, befragt. An der Onlinebefragung zur Landestourismuskonzeption beteiligten sich zudem 327 Thüringer Touristiker, Betriebe und Leistungsträger. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem über 450 Seiten umfassenden Analysebericht wurden nun auf dem Tourismustag der Öffentlichkeit vorgestellt.  

landestourismuskonzeption_thueringen2025_analysephase

Die Analysen stellte die dwif-Consulting GmbH unter eine zentrale Leitfrage: Warum verläuft die Tourismusentwicklung in Thüringen schlechter als in vielen anderen Bundesländern? Denn seit Jahren wachsen die Nachfragezahlen im Freistaat zwar leicht, aber im deutschlandweiten Vergleich unterdurchschnittlich. Die Folge: sinkende Marktanteile. Die nun vorgelegten Analyseergebnisse geben Hinweise auf mögliche Ursachen und zeigen die Aufgaben für die Landestourismuskonzeption auf:

  • Eine gezielte Unterstützung der touristischen KMU unter Berücksichtigung des Maßnahmenprogrammes von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee ist eine wesentliche Stellschraube für den künftigen Erfolg des Thüringen-Tourismus. Die Betriebe sollen gezielt und aktiv unterstützt und professionalisiert werden. Zudem sollte ein gezieltes Ansiedlungsmanagement für mehr Leitbetriebe im Land sorgen.
  • Der Thüringen-Tourismus braucht eine emotionalere Markenbotschaft – sowohl nach innen als nach außen – sowie eine klare Alleinstellung. Dies wird die Landestourismuskonzeption auf Basis der Marktforschung bei der Weiterentwicklung der Familienmarke Thüringen in den Mittelpunkt stellen. 
  • Eine Optimierung der touristischen Organisationsstrukturen ist vor dem Hintergrund tendenziell sinkender Budgets zwingend erforderlich. Hier werden in den nächsten Monaten Lösungsansätze aus anderen Regionen auf Erfolg und Übertragbarkeit geprüft, um auf dieser Basis Kriterien für die Wettbewerbsfähigkeit der Thüringer Organisationsstrukturen ableiten zu können.

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Constanza von Steuber
Thüringer Wirtschaftsministerium/ TMWWDG